Hua Jiao (Chuan Jiao) – 花椒 – Zanthoxylum piperitum

Die Früchte des Szechuanpfeffers finden erstmals 1350 im Ri Yong Ben Cao, einem von Wu Rui verfassten Verzeichnis der Hausmittel, Erwähnung. Zwar ist dieser Pfeffer nicht mit anderen Pfefferarten verwandt, doch in China wird er bis heute als ein charakteristisches Küchengewürz besonders in der Szechuanküche eingesetzt. Das auch als Huo Jiao (Blumenpfeffer) bezeichnete Gewürz wird wie normaler roter Pfeffer als Zutat in Dips und als alternative zum Fünf-Gewürze-Pulver verwendet. Ein charakteristisches Gericht in dem der Szechuanpfeffer nicht fehlen darf ist Mapo-Tofu. In der Traditionellen Chinesischen Medizin dient Chuan Jiao (Zanthoxylum piperitum) vornehmlich der Behandlung von Verdauugnsstörungen und der Bekämpfung von Parasiten.

Familie:
Rutaceae (Rautengewächse)

Stammpflanze:
Zanthoxylum piperitum

Deutscher Name:
Szechuanpfeffer

Englischer Name:
Szechuan Pepper, Pricklyash Peel

Vorkommen:
Der Szechuan kommt in ganz China vor. Jedoch die beste Qualität kommt aus der Provinz Sichuan, die dieser Droge auch den Namen gegeben hat.

Sammlung, Aufbereitung und Lagerung:
Im Herbst werden die Früchte geerntet und an der Sonne getrocknet. Anschliessend werden sie von den Samen und Verunreinigungen befreit. Chuan Jiao (Zanthoxylum piperitum) sollte gut belüftet und trocken gelagert werden.

Temperaturverhalten:
heiß, giftig

Geschmack:
scharf

Funktionskreisbezug:
Milz, Lunge, Niere

Wirkrichtung:
absenkend

Wirkort:
Mittleres Calorium

Wirkungsweise:

  • fördert die Verdauung;
  • vertreibt Darmwürmer und bekämpft Parasiten;
  • reduziert den Milchfluss.

Traditionelle Verwendung:

  • wärmen des mittleren Jiao, vertreiben von Kälte;
  • lindern von Bauchschmerzen und abtöten von Parasiten.

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
1g bis 6g (Die wärmende Wirkung setzt schon ab einem Gramm ein!)

Kombination mit anderen Arzneien der TCM:

  • bei Magen- und Bauchschmerzen sowie Brechreiz im Zusammenhang mit kältebedingtem Milz- und Magenmangel mit
    Gan Jiang (Zingiberis rhizoma) und Dang Shen (Codonopsis radix);
  • bei Durchfall und kalter Feuchte mit
    Cang Zhu (Atractylodis rhizoma) und Chen Pi (Citri reticulatae pericarpium).

Klassische Rezepturen:
Da Jian Zhong Tang

Schwangerschaft:
Während der Schwangerschaft nicht anwenden!

Warnhinweis:

  • Nicht anwenden bei Yin-Mangel-Syndromen mit Hitzesymptomen und während der Schwangerschaft!

Forschungsergebnisse:
Durch wissenschaftliche Untersuchungen wurde ein hemmende Effekt auf Bacillus Dysenteriae und eine Wirkung als Wurmmittel nachgewiesen.