Xuan Fu Hua – 旋覆花 – Inulae japonicae flos

In Europa benutzt man vorwiegend die Wurzel des Echten Alant oder auch Helenkraut genannt, (Inula helenium) als Heilmittel zur Schleimlösung und zur allgemeinen Stärkung. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bevorzugt man jedoch die Blüten des Japanischen Alant – Xuan Fu Hua (Inulae japonicae flos) – zur ähnlichen Verwendung. Shen Nong empfielt Xuan Fu Hua (Inulae japonicae flos) zur Bekämpfung von Kälte- und Feuchteproblemen. Er benutzte auch den alternativen Namen Sheng Zhan, der so viel bedeutet wie „tiefe Klarheit“ bedeutet.

Synonyme:
Sheng Zhan

Familie:
Asteraceae (Korbblütler)

Stammpflanze:
Inula japonica Thunb.

Deutscher Name:
Alantblüten

Temperaturverhalten:
neutral mit warmer Tendenz

Geschmack:
salzig, bitter, scharf

Funktionskreisbezug:
Lunge, Magen, Milz, Dickdarm

Wirkrichtung:
stark absenkend

Wirkungsweise:
antibakteriell, verdauungsfördernd, nervenanregend

Traditionelle Verwendung:

  • Umkehrung des aufwärts strömenden Lungen- und Magen-Qi;
  • Auflösung von Schleimstockungen in der Lunge.

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
3g bis 9g

Kombination mit anderen Arzneien der TCM:

  • bei Problemen mit dem Magen-Qi zusammen mit
    Ren Shen (Panacis ginseng radix), Ban Xia (Pinelliae rhizoma), Sheng Jiang(Zingiberis rhizoma recens), Da Zao (Jujubae fructus) und Dai Zhe Shi (Blutstein, Hermatite) im Rahmen der Rezeptur Xuan Fu Dai Zhe Tang.

Klassische Rezepturen:
Xuan Fu Dai Zhe Tang

Warnhinweis:

  • Nicht übermäßig anwenden bei Mangelsyndromen!