Zao Jiao – 皂角 – Gleditsiae fructus

In der Traditionellen Chinesische Medizin werden die Früchte der chinesischen Gledischie – Zao Jiao (Gleditsiae fructus) – vorwiegend dazu verwendet kalten Schleim umzuwandeln.
Wegen ihrer bemerkenswerten Früchte wird die Chinesische Gleditschie manchmal auch  als Zierstrauch verwendet und dient weiterhin auch als Bienenweide.

Pinyin:
Zào Jiǎo

Synonym:
Gleditsiae abnormalis fructus

Familie:
Fabaceae (Hülsenfrüchtler)

Stammpflanze:
Gleditsia sinensis

Deutscher Name:
Chinesische Gleditschie, Seifenbohnenfrüchte, Schotenbaumfrüchte

Englischer Name:
Chinese honeylocust fruit, soap thorn

Vorkommen:
Zao Jiao (Gleditsiae fructus) ist hauptsächlich in chinesischen Provinzen Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hebei, Henan, Hubei, Jiangxi, Jilin, Shaanxi, Sichuan, Yunnan und Zhejiang zu finden.

Temperaturverhalten:
warm

Geschmack:
scharf, bitter

Funktionskreisbezug:
Lunge, Dickdarm

Wirkrichtung:
oberflächlich

Wirkort:
Lunge, Leitbahnen

Wirkungsweise:

  • fördert die Bronchial- und Magensaftsekretion;
  • erleichtert den Auswurf von Schleim aus den Atemwegen.

Traditionelle Verwendung:

  • Umwandlung von kaltem Schleim;
    Anwendung bei erschwerter Atmung, Husten, Keuchen, zäher Auswurf, bei Schleim in den Leitbahnen mit Bewusstlosigkeit oder epileptischen Symptomen;
  • Ausleitung von Feuchtigkeit;
    Anwendung bei Schwellungen, Geschwüren, Atembeschwerden;
  • Öffnung der Energiebahnen und der Sinne;
    Anwendung bei Bewusstlosigkeit oder epileptischen Symptomen
  • Abführen;
    Anwendung als Zäpfchen bei Verstopfung;
  • Entgiftung und Desinfizierung;
    Anwendung bei als Zäpfchen bei Rundwürmern;
  • Zerteilung von Schwellungen;
    Anwendung auch äußerlich bei Knotenbildung und Geschwüren.

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
2 g bis 6 g; Standard 3 g

Kochzeit:
20 Minuten

Kombination mit anderen Arzneien der TCM:

  • bei dickem, zähem Auswurf, chronischer Bronchitis, Husten, Keuchen, Ziehen im Brustbereich
    zusammen mit Ma Huang (Ephedrea herba);
  • bei plötzlicher Bewusstlosigkeit, Kiefersperre, Atembeschwerden, blassem Gesicht
    zusammen mit Xi Xin (Asari radix) über die Nase als Pulver einnehmen;
  • bei Abzessen, Entzündungen, Geschwüren im Frühstadium
    zusammen mit Jin Yin Hua (Lonicerae flos);
  • bei offenen Abzessen, Geschwüren, eitrigem Sekret
    zusammen mit Bai Zhi (Angelica dahuricae radix);
  • bei Verstopfung
    zusammen mit Xi Xin (Asari radix) und Honig als Zäpfchen;
  • bei kaltem, zähem Schleim, Husten, Schweratmigkeit
    zusammen mit, Lai Fu Zi (Raphani semen), Ban Xia (Pinelliae rhizoma);
  • bei epileptischen Anfällen, plötzlicher Ohnmacht
    zusammen mit Xi Xin (Asari radix), Tian Nan Xing (Arisaematis rhizoma), Ban Xia (Pinelliae rhizoma), Bo He (Menthae herba) als Pulver über die Nase einnehmen.

Verträglichkeit mit anderen chinesischen Arzneien:

  • Die Wirkung wird gefördert durch Bai Zi Ren (Biotae seu Platycladi semen).
  • Die Wirkung wird gestört durch Mai Men Dong (Ophiopogonis radix)!
  • Die Wirkung wird beschränkt durch Ren Shen (Panacis ginseng radix), Ku Shen (Sophorae flavescintis radix)!
  • Die Giftigkeit wird gedämpft durch Zhu Sha (Cannabaris), Liu Huang (Sulfur) und Salmicum

Schwangerschaft:
Während der Schwangerschaft darf Zao Jiao (Gleditsiae fructus) keinesfalls angewendet werden.

Giftigkeit:
Eine Überdosierung oder eine Anwendung über lange Zeit kann Übelkeit und Durchfall verursachen. Aus diesem Grund sollte Zao Jiao (Gleditsiae fructus) nur bei akuten Zuständen angewendet werden.

Warnhinweis:

  • Nicht anwenden bei blutigem Erbrechen und Symptomatik von Schwäche!