Chuan Bei Mu - Fritillariae cirrhosae bulbus

Chuan Bei Mu – 川贝母 – Fritillariae cirrhosae bulbus

Eine vergleichsweise neue Entdeckung in der Traditionellen Chinesischen Medizin Chuan Bei Mu (Fritillariae cirrhosae bulbus), welches erst um das Jahr 1750 während der Qing-Dynastie (1644-1911) eingeführt wurde. Die Wirkung ist ähnlich wie die von Zhe Bei Mu(Fritillariae verticillata bulbus), ist jedoch nahrhafter und befeuchtet besser die Lunge. Aus diesem Grund wird Chuan Bei Mu(Fritillariae cirrhosae bulbus) eher bei trockenem Husten und chronischen Problemen der Atemwege wie Tuberkolose oder auch bei einer Überfunktion der Schilddrüse angewendet. Das Element „Chuan“ (川) im chinesischen Pflanzennamen bezieht sich meist auf die Herkunft der Pflanze aus der Provinz Sichuan.

Familie:
Liliaceae (Liliengewächse)

Stammpflanze:
Fritillaria unibracteata Hsiao & K.C. Hsia

Deutscher Name:
Sichuan-Schachblumenzwiebel

Vorkommen:
Chuan Bei Mu (Fritillariae cirrhosae bulbus) ist vorwiegend in der Provinz Sichuan zu finden.

Temperaturverhalten:
neutral mit kalter Tendenz

Geschmack:
bitter, süß

Funktionskreisbezug:
Lunge, Herz

Wirkungsweise:
lindert Husten, entspannt die Muskeln und senkt den Blutdruck

Traditionelle Verwendung:

  • die Lunge nähren und befeuchten;
  • Husten lindern und Schleim auflösen;
  • harte Schwellung und Knoten beseitigen.

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
3g bis 9g

Kombination mit anderen Arzneien der TCM:

  • gegen Husten und Keuchen mit starkem Auswurf zusammen mit
    Xin Ren;
  • gegen Abszesse zusammen mit
    Zhe Bei Mu (Fritillariae verticillata bulbus);
  • gegen schmerzhaft Blockaden in Zusammenhang mit Stockungen in den Meridianen zusammen mit Fu Ling (Poriae sclerotium cocos albae) und anderen Kräutern.

Warnhinweis:

  • Nicht anwenden bei Milz- oder Magensyndromen bedingt durch Mangel!