Qian Shi - Euryalis semen

Qian Shi – 芡实 – Euryalis semen

Die Makanasternsamen – Qian Shi (Euryalis semen) – zählen in der Traditionellen Chinesischen Medizin zu den zusammenziehenden Arzneimitteln. Erstmalige Erwähnung in dieser Beziehung fanden sie im Shen Nong Ben Cao Jing (Shen Nong’s Kräuter).

Pinyin:
Qiàn Shí

Traditionelle Langzeichen:
芡實

Familie:
Nymphaeaceae (Seerosengewächse)

Stammpflanze:
Euryale ferox Salisb.

Deutscher Name:
Euryales Samen, Makanasternsamen

Englischer Name:
Gorgon Fruit, Gordon Euryale Seed

Vorkommen:
Qian Shi (Euryalis semen) findet man vorwiegend in den chinesischen Provinzen Anhui, Hunan und Jiangxi.

Sammlung, Aufbereitung, Lagerung:
Die Makanasternsamen werden vom Spätherbst bis zum frühen Winter gesammelt, geschält und dann in der Sonne getrocknet.

Tatsächlicher Geruch und Geschmack:
Qian Shi (Euryalis semen) hat keinen Geruch und weist einen nur leichten Geschmack auf.

Inhaltsstoffe:
Proteine, Fett, Calcium, Phosphat, Eisen

Temperaturverhalten:
neutral

Geschmack:
süß, Sauer

Funktionskreisbezug:
Milz, Niere

Wirkrichtung:
emporhebend

Wirkort:
Mitte, mittlerer und unterer Wärmebereich (Calorium)

Traditionelle Verwendung:

  • Stützung und Ergänzung des Qi;
    Anwendung bei Verdauungsschwäche, Durchfall, Durchfall bei Kindern;
  • Stoppen von Durchfall;
    Anwendung bei chronischem Durchfall in Verbindung mit einer Schwäche der Mitte;
  • Ausleitung von Feuchtigkeit;
    Anwendung bei vaginalem Ausfluss in Verbindung mit Schwäche oder feuchter Hitze;
  • Stützung des Jin/Struktivpotenials;
    Anwendung bei nächtlicher Spermatorrhö (Ausfluss von Samenflüssigkeit aus der Harnröhre ohne eine sexuelle Erregung), häufiger Miktion (Wasserlassen),  Ejaculatio praecox (vorzeitiger Samenerguss), Enuresis (Einnässen);
  • Stützung des Yang;
    Anwendung bei nächtlicher Spermatorrhö (Ausfluss von Samenflüssigkeit aus der Harnröhre ohne eine sexuelle Erregung), häufiger Miktion (Wasserlassen),  Ejaculatio praecox (vorzeitiger Samenerguss), Enuresis (Einnässen);

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
10 g bis 15 g; Standard 10 g

Kochzeit:
20 Minuten

Kombination mit anderen Arzneien der TCM:

  • bei Schwäche im Funktionskreis Milz in Verbindung mit chronischem Durchfall
    zusammen mit Dang Shen (Codonopsis radix), Fu Ling (Poriae sclerotium cocos albae),  Bai Zhu (Atractylodes macrocephala rhizoma);
  • bei Schwäche des Funktionskreis Milz in Verbindung mit Verdauungsschwäche oder chronischem Durchfall
    zusammen mit Jin Ying Zi (Rosae laevigatae fructus), Tu Si Zi – Cuscutae semen (Cuscutae semen), Shan Yao  (Dioscorae oppositae radix), Dang Shen (Codonopsis radix), Bai Zhu (Atractylodes macrocephala rhizoma);
  • bei Schwäche im Funktionskreis Niere in Verbindung mit Spermatorrhö (Ausfluss von Samenflüssigkeit aus der Harnröhre ohne eine sexuelle Erregung) oder Polyurie (krankhaft erhöhte Urinausscheidung)
    zusammen mit Jin Ying Zi (Rosae laevigatae fructus);
  • bei Schwäche in den Funktionskreisen Milz und Niere in Verbindung mit vaginalem Ausfluss
    zusammen mit Shan Yao  (Dioscorae oppositae radix);
  • bei feuchter Hitze im unteren Wärmebereich
    zusammen mit Huang Bo (Phellodendri chinensis cortex), Che Qian Zi – Plantaginis semen (Plantaginis semen).

Schwangerschaft:
Qian Shi (Euryalis semen) kann auch während der Schwangerschaft angewendet werden.

Warnhinweis:

  • Nicht anwenden bei stockender Ausscheidung!