Mu Gua – 木瓜 – Chaenomelis fructus

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Mu Gua (Chaenomelis fructus) als eine Wind und Feuchte ausleitende Arznei verwendet.

Die Chinesische Quitte wächst als bis zu 2 m großer, sommergrüner und dorniger Strauch. Die roten oder weißen Blüten können ein Durchmesser von bis zu 5 cm haben. Die Früchte sind in Aufbau und Geschmack ähnlich der in unseren Breiten anzutreffenden Zierquitte.

Familie:
Rosaceae (Rosengewächse)

Stammpflanze:
Chaenomeles speciosa (Sweet) Nakai

Deutscher Name:
Chinesische Quitte, Frucht

Englischer Name:
Common Floweringqince Fruit

Inhaltsstoffe:
Pectin, Vitamine

Vorkommen:
Die Chinesische Quitte ist in ganz China beheimatet. Sie wird schon seit langem kultiviert und ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist nicht klar definierbar. Mu Gua (Chaenomelis fructus) wird hauptsächlich in den Provinzen Anhui, Hubei, Sichuan, Yunnan und Zhejiang produziert.

Sammlung, Aufbereitung, Lagerung:
Im Sommer und Herbst werden die fast reifen, grünlich-gelb gefärbten Früchte geerntet, im Wasser bis die Aussenhaut grau-weiss wird gekocht, danach längs halbiert und an der Sonne getrocknet.

Mu Gua (Chaenomelis fructus) sollte kühl und trocken lagert und vor Feuchtigkeit sowie Insektenfrass geschützt werden.

Temperaturverhalten:
warm

Geschmack:
sauer

Funktionskreisbezug:
Leber, Milz

Wirkrichtung:
emporhebend

Wirkort:
Leitbahnen, Mitte, mittleres und unteres Calorium

Wirkungsweise:
blockadenlösend, schmerzstillend, die Muskeln entspannend, entzündungshemmend, krebsbekämpfend.

Traditionelle Verwendung:

  • Lösen von durch Feuchtigkeit hervorgerufene Blockaden; Anwendung bei
    Behinderungen in der Bewegung, Krämpfen, Schmerzen, Schwächegefühl der Lenden und Knie;
  • Entspannung von Muskeln und Sehnen; Anwendung bei
    Behinderungen in der Bewegung, Krämpfen, Schmerzen, Schwächegefühl der Lenden und Knie;
  • Harmonisierung des Funktionskreises Magen und Wandlung von Feuchtigkeit; Anwendung bei
    Erbrechen, Durchfall, Gedunsenheit, Beriberi (Vitaminmangelerkrankung auf Mangel an Vitamin B1 zurückzuführen);
  • Beseitigen von Schmerzen; Anwendung bei
    rheumatischen Schmerzen.

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
5 g bis 12 g, Standard 5 g

Kochzeit:
20 min

Kombination mit anderen Arzneien der TCM:

  • bei Sommerhitze und Muskelspasmen zusammen mit
    Huo Xiang (Agastachis herba), Sha Ren (Amomi fructus);
  • bei Xue-Schwäche und Muskelspasmen zusammen mit
    Dang Gui (Angelica sinensis radix), Bai Shao Yao (Paeoniae lactiflorae alba);
  • bei Schwäche der Beine, Atrophie der Beine, Gelenkschmerzen der unteren Extremität zusammen mit
    Du Huo (Angelicae pubescentis radix);
  • bei kalter Feuchtigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall zusammen mit
    Wu Zhu Yu (Evodiae fructus), Xiao Hui Xiang (Foeniculi fructus), Sheng Jiang(Zingiberis rhizoma recens);
  • bei Feuchtigkeit im Funktionskreis Magen mit Durchfall, Bauchschmerzen, Gelenkschmerzen zusammen mit
    Wu Zhu Yu (Evodiae fructus), Gan Jiang (Zingiberis rhizoma), Zi Su Ye (Perillae folium)

Klassische Rezepturen:
Mu Gua Jian

Giftigkeit:
Ein übermäßiger Gebrauch von Mu Gua (Chaenomelis fructus) kann Schädigung der Zähne und Knochen führen.

Schwangerschaft:
Keine Einschränkungen bei der Anwendung während der Schwangerschaft.

Warnhinweis:

  • Nicht anwenden bei extremen äusseren Schrägläufigkeiten/ Heteropathien wie Wind oder Hitze-Wind!
  • Ein exessiver Gebrauch kann Schädigung der Zähne und Knochen führen!