Akupunktur

Die Akupunktur ist eine der vielen und hierzulande bestbekanntesten Therapieformen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie entstand durch jahrtausendelange minutiöse klinische Beobachtungen.

Im Gegensatz dazu steht in der naturwissenschaftlichen Medizin das kausalanalytische Denken im Vordergrund, bei dem die Erfüllung naturwissenschaftlicher Modelle die Richtschnur der Annahmebereitschaft bildet. Demnach konnte kein Zusammenhang zwischen der Stimulation bestimmter Hautareale, die sich nichteinmal durch ein besonderes Gewebe von der Umgebung unterscheiden, und den verschiedenen Wirkungen, hergestellt werden.

Bis heute gibt es kaum naturwissenschaftliche Beweise für die einzelnen Wirkungsweisen. Jedoch gibt es durchaus Arbeiten, welche zeigen, dass die Stimulation einzelner Akupunkturpunkte eine messbare Wirkung erzielen. So können bei der Stimulation bestimmter Punkte erhöhte Konzentrationen von Endorphinen (Substanzen, die der Körper zur Schmerzhemmung einsetzt) und eine Erhöhung des Serotoninspiegels (körpereigenes Hormon) nachgewiesen werden.

Einige Studien zeigen, dass die Haut im frühembryonalen Zustand der Gestaltungsapparat des Körpers ist. Aus der  Sichtweise des chinesischen Weltbildes bedeutet dies: Die Oberfläche (das Yang) gestaltet und formt das Körperliche (das Yin). Demnach verändert die Aktivität das Stoffliche.