Tempel des Weißen Pferdes – 白马寺

Der Baima Tempel (白马寺 – Báimǎ sì) – Tempel des Weißen Pferdes – war der erste buddhistische Tempel in China. Es wird gesagt, dass Kaiser Mingdi (Östlichen Han-Dynastie (25-220)) in einer Nacht des Jahres 64 n. Chr. von einem goldenen zwölf Meter hohen Mann träumte. Aus dem Kopf des Mannes kam ein Licht, das die gesamte Halle in der er stand beleuchtete.

Weißws Pferd vor dem Baima-Tempel
Weißes Pferd in einem Gehege am Eingang des Baima-Tempel
Foto: Fanghong

Am Morgen erzählte der Kaiser seinen Beamten, was er in seinem Traum gesehen hatte. Fu Yi, einer der Beamten, sagte dem Kaiser hätte von Buddha, einem Gott des Westens geträumt. Daraufhin schickte der Kaiser die Beamten Cai Yin, Qin Jing und andere nach Tianzhu im heutigen Indien, um nach buddhistische Schriften zu suchen.

Als Cai, Qin, und ihre Gruppe im heutigen Afghanistan ankamen, trafen sie Kasyapamatanga und Dharmaranya, zwei bedeutende indische Mönche, die dort den Buddhismus predigten. Im Jahr 67, luden sie die in Sanskrit geschriebene buddhistische Schriften und ein Porträt auf weißem Filz von Shakyamuni, dem Buddha, auf ein weißes Pferd und kehrten mit den beiden indischen Mönchen nach Luoyang zurück. Der Kaiser schickte die Mönche zum Honglu Tempel, einem Gästehaus für ausländische Abgesandte. Im folgenden Jahr wurde dieser Tempel in Baima (Weißes Pferd) Tempel umbenannt, damit sich die Menschen an das weiße Pferd, das die buddhistischen Schriften und das Porträt von Shakyamuni auf seinem Rücken getragen hatte, erinnern konnten.

Weißes Pferd des Baima-Tempels
Weißes Pferd des Baima-Tempels
Foto: Joshua W

Der Baima Tempel wurde in Vergangenheit viele Veränderungen unterzogen. Was wir heute sehen, ist ein nach Süden ausgerichteter rechteckiger Hof Komplex, der während der Ming-Dynastie (1368-1644) rekonstruiert wurde. In den Komplex mit einer Fläche von 40.000 Quadratmetern kommt man durch einen überdachten Eingangsbogen mit drei Türen. Der Eingang ist aus blauen Steinen, darunter mehrere Stücke aus der Östlichen Han-Dynastie erbaut worden.

Entlang einer zentralen Achse, die sich nach Norden erstreckt befinden sich hinter dem Eingang die Halle des himmlischen Königs, die Mahavira Hall, der Empfang und Führung zur Paradise Hall, der Vairocana Pavillon, und die majestätische Halle des Giant Buddha.

Auf der Ostseite der Hallen und des Pavillons befinden sich die Gasthalle, die Halle des Gebetes, die Halle der Abstinenz und die Kammern der Mönche. Im Westen sind die Halle der Gründer des Buddhismus, die Halle der Meditation und die Gebetshalle. Der aus zwei sich gegenüberligenden Höfen bestehende Komplex ist als Ganzes in traditioneller chinesischer Architektur erbaut und gut proportioniert.

Alle Hallen beherbergen Statuen von Shakyamuni, Maitreya, Amitabha, des Buddhas der Medizin und verschiedene Bodhisattvas sind auf dem Gelände entlang der zentralen Achse aufgestellt. Jede Halle steht etwas höher als die vor ihr. Besonders bekannt und großartig ist der Vairocana Pavilion auf Qingliang Terrasse.

Die Qiyun Pagode

Qiyun Pagode
Qiyun Pagode
Foto: Gisling

Die Qiyun Pagode wurde erbaut , nachdem der Tempel in Baima Tempel umbenannt wurde und ist als erste Pagode Chinas bekannt. Ursprünglich war es eine pavillion-ähnliche Holzkonstruktion mit Gemälden nach buddhistischen Schriften. Gegen Ende der Nördlichen Song-Dynastie (960-1127) brannte er jedoch nieder und wurde im Jahre 1175 als 13-stöckige quadratischer Backsteinbau mit dicht angeordneten Traufen neu errichtet. Die Pagode ist 25 Meter hoch und misst 7,80 Meter auf jeder Seite des untersten Stockwerks. Die Traufen bestehen aus kleinen, exquisiten, sich überlappenden Ziegel.

Wenn man aus einer 20 Meter Entfernung vor der Pagode in die Hände klatscht, klingt das von der Traufe reflektierte Echo wie das Quaken der Frösche.

Eintritt: 35 Yuan

Verkehrsmittel: Mit dem Bus 56 erreicht man den Baima Tempel in einer Stunde.

Öffnungszeiten: 07:30 bis 18:00