Luoyang – 洛阳 – Stadt der Shaolin-Mönche

Heute zeigt die bezirksfreie, in der Provinz Henan gelegene Industriestadt Luoyang (Luòyáng, 洛阳) wenig von ihrer eindrucksvollen Geschichte als Hauptstadt von dreizehn Dynastien, als erste Universitätsstadt Chinas und mögliche Wirkungsstätte des Weisen Laozi. Auch Konfuzius soll hier studiert haben.

Luoyang Die Stadt liegt etwa 110 Kilometer westlich der Provinzhauptstadt Zhengzhou. Sie befindet sich seit über 1500 Jahren inmitten eines Lößplateaus. Dieser Abschnitt des Gelben Flusses gilt als Ursprungsgebiet der Zivilisation Chinas. Viele historische Sehenswürdigkeiten wie die als Meisterwerk der Bildhauerkunst bekannten Longmen-Grotten, der Tempel des Weißen Pferdes als ältestes buddhistisches Kloster und dem Shaolin-Kloster, der Wiege des Kungfu, sind hier vorzufinden.

Die Pfingstrose ist das offizielle Symbol Luoyangs. Sie wird hier seit Ewigkeiten kultiviert und zur Nationalblume Chinas ist. In Anlehnung an diese Tradition wird hier jedes Jahr das Pfingstrosenfest vom ersten April bis zehnten Mai zelebriert. Während dieser Zeit gibt es in den zahlreiche Parks Gartenschauen zu diesem Thema.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen neben den verbliebenen und restaurierten Teilen der Altstadt, das monumentale Stadtmuseum in dem zahlreiche Funde aus den verschiedenen Epochen ausgestellt werden. Das alte Stadttor Dingdingmen wurde samt einem Teil der ehemaligen Stadtmauer äußerlich rekonstruiert.

Tempel des weißen Pferdes – 白马寺 – Báimǎ sì

Baima-Tempel
Eingangsportal des Tempels des Weißen Pferdes
Foto: Gisling

Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist der Baima-Tempel (Tempel des Weißen Pferdes).  Dieser Tempelkomplex ist der älteste Buddhistische Tempel Chinas. Er ist einem weißen Pferd gewidmet, das zwei indische Mönche und die Buddhistischen Schriften nach China trug.

Mehr über den Tempel des Weißen Pferdes

Longmen-Grotten – 龙门石窟

Longmen-Grotte
Panorama der buddhistischen Skulpturen in der Haupt Longmen Grotte.

Zwölf Kilometer südlich der Stadt befinden sich in einem etwa einen Kilometer langen Klippenstück die 2345 Nischen der Longmen-Grotten (Drachentor-Grotten). Die seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählenden Grotten beherbergen zahlreiche Pagoden, Gedenksteine, Buddhafiguren und Steinskulpturen. Die Zahl der Statuen übersteigt die 100.000, Inschriften sind etwa 2800 zu sehen.

Shaolin-Tempel

Shaolin-TempelDas Shaolin Kloster liegt südlich von Luoyang und Zhengzhou. Es ist eingebettet in die Ausläufer des Song Shan Gebirges. Das vor 1500 Jahren erbaute Kloster gilt heute als Geburtsort des Chan Buddismus und Wiege des Shaolin Kongfu. Während eines Spaziergangs durch das Kloster kann einen Eindruck von Kong Fu bekommen während man den Mönchen bei ihren Übungen zusieht. Im Kloster befinden sich Menschen aus über 30 Regionen um Kung Fu zu lernen.