Die Große Chinesische Mauer

Die Große Chinesische Mauer (Chang Cheng) ist ein geschichtsträchtiges Symbol Chinas. Sie ist cirka 6000 Kilometer lang (abhängig von der Messweise), acht Meter hoch und fünf bis sechs Meter breit. Der Bau begann nach der Einigung Chinas unter Qin Shi Huangdi (reg. 221-210 v. Chr.). Bestehende Wehranlagen wurden verbunden. Im 13. Jahrhundert wurde sie von den Mongolen und im 17. Jahrhundert von den Mandschuren durchbrochen. Bis heute wurden nur einige wenige Abschnitte der Mauer restauriert.

Die meisten Abschnitte der Großen Mauer bei Beijing sind gut erhalten und vor allem Reliquien aus der Ming-Dynastie, die Zeit der großen Baustelle.

Das Besteigen der Großen Chinesischen Mauer ist für jeden ein Muss, egal wie beschäftigt man ist. Über den nördlichen Teil von Beijing gibt es auf 600 km acht Abschnitte.

Für einen Besuch der Großen Mauer sind festes Schuhwerk unbedingt notwendig. Bei heißem Wetter sollte man eine Sonnenbrille, Sonnencreme und genügend Wasser mitnehmen. An kalten Tagen ist ein dicker Mantel und eine Kopfbedeckung hilfreich.

Abschnitt Badaling:

Dieser Abschnitt der Großen Mauer ist touristisch sehr gut erschlossen, aber auch sehr überlaufen. Es ist einer der meistbesuchten Abschnitte der Befestigungsanlage. Ausgestattet mit Geländer, Seilbahn und anderen touristischen Einrichtungen findet man hier nicht nur gut restaurierte Wachtürme sondern kann auch einen phantastischen Ausblick auf die Mauer und das sie umgebene Hügelland genießen.

Auf dem Weg nach Badaling liegt der Pass von Juyong Guan. Dieser Abschnitt ist wesentlich ruhiger und lässt zwischen den steilen Bergen die strategische Bedeutung dieses Bauwerks erahnen. Auf der „Wolkenterrasse“ kann man buddhistische Statuen aus der Zeit der Yuan-Dynastie (1279-1368).

70 km nordwestlich von Beijing;
Eintritt: 40 RMB ( 01. Nov. bis 31. März); 45 RMB (01 April bis 31. Okt.)
Öffnungszeiten: 06:40 Uhr bis 18:30 Uhr
Benötigte Zeit: 2,5 Stunden
Anfahrt:
Bus 919 oder Touristenbus:
Nr. 1 von Front Gate (Qianmen);
Nr. 2 von Beijing Hauptbahnhof;
Nr. 3 von Ostbrücke East Bridge;
Nr. 4 von Xizhi Tor oder Beijing Zoo;

Abschnitt Juyongguan:

Eintritt: 45 RMB
Öffnungszeiten: 07:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Benötigte Zeit : 2,5 Stunden
Anfahrt mit Touristenbussen:
Nr. 1 von Front Gate (Qianmen);
Nr. 2 von Beijing Hauptbahnhof;
Nr. 3 von Ostbrücke East Bridge;
Nr. 4 von Xizhi Tor oder Beijing Zoo;

Abschnitt Mutianyu:

Dieser restaurierte Abschnitt der Große Chinesischen Mauer in einer reizvollen Berglandschaft stammt aus dem Jahre 1368. Er wurde auf die Fundamente einer Mauer aus der Zeit der Nördlichen Qi-Dynastie (550-577) erbaut. Das touristische Angebot ist hier weniger aufdringlich als an anderen Abschnitten.

90 km nördlich von Beijing;
Eintritt: 35 RMB
Öffnungszeiten: 07:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Benötigte Zeit: 2,5 Stunden
Anfahrt: Bus Nr. 916 oder Touristbus Nr. 6 von Xuanwumen (Xuan-Wu-Tor)

Abschnitt Simatai:

Dieser Teil der Großen Mauer ist nur teilweise reatauriert und hat seine Ursprünglichkeit im wesentlichen behalten. Die Mauer wird hier sehr steil und geht über in unpassierbare Ruinen. Die Aussicht is hier sehr beeindruckend.

110 km nordöstlich von Beijing;
Eintritt: 35 RMB
Öffnungszeiten: 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Benötigte Zeit: 2 Stunden
Anfahrt:
Bus Nr. 12 von Xuan Wu Gate direkt nach Simatai.
Bus Nr. 970 nach Miyun und von dort weiter mit dem Taxi.
Die Seilbahn verkehrt nur in den Monaten von April bis November.

Abschnitt Jinshanling:

Eintritt: 30 RMB
Öffnungzeiten: 08:00 Uhr bis 16:50 Uhr
Benötigte Zeit: 2 Stunden
Anfahrt:
Bus Nr. 970 nach Miyun und von dort weiter mit dem Taxi.

Huanghua Cheng

Dieser von einem Stausee geteilte Abschnitt der Mauer ist touristisch wenig erschlossen. Die brökelnde Mauer ist hier trotz Geländer schwer zu begehen. Der Teil rechts vom Stausee ist der einfachere. Es kann vorkommen, dass Teile dieses Abschnitts oder auch der gesamte Abschnitt wegen Restaurierungsarbeiten vorübergehend gesperrt ist.

60 km nördlich von Beijing
täglich geöffnet
kostet Eintritt

Tipps für den Besuch der Großen Chinesischen Mauer:

  • festes Schuwerk tragen;
  • sowohl Regen- als auch Sonnenschutz mit nehmen;
  • ausreichend Trinkwasser mitnehmen, es wird dort sehr teuer verkauft;
  • die meisten Hotels organisieren Touren, die auch oft einen Besuch der Westlichen Ming-Gräber einschließen;
  • einige Touren haben auch die eher unerwünschen Abstecher zu Cloisonné-Werkstätten, Jadefabriken oder ähnliches im Programm;
  • man kann auch ein Taxi für einen ganzen Tag mieten und so auch die weniger überlaufenen Abschnitte ansteuern.

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