Aktuelle Wirtschaftslage

Ein Vergleich von wirtschaftlichen Daten zeigt, dass China inzwischen in vielen Gebieten der Wirtschaft nicht nur eine Spitzenpositionen belegt, sondern häufig auch schon die unangefochtene Führungsposition übernommen hat. Beispielsweise ist die Volksrepublik der größte Getreideproduzent der Erde. Neben Weizen wird vor allem Reis, mit 32% der Ackerfläche, und  Mais mit 21% der Ackerfläche angebaut. Bei der Förderung von Seltenen Erden nimmt China einen Anteil von über 90 Prozent ein. Und auch bei der Herstellung von Solarprodukten belegt China eine herausragende Position.

Weitere Abkühlung der Konjunktur

23. April 2014
Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich im ersten Quartal deutlich verlangsamt. Es betrug nur noch 7,4 Prozent, was im Vergleich zu Deutschland noch recht hoch erscheint. Das Ziel der Regierung von 7,5 Prozent für das gesamte Jahr 2014 wurde jedoch verfehlt. Damit droht der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft das niedrigste Wachstum seit 1990.
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Schwächstes Wirtschaftswachstum seit 1999

28.Januar 2014
Im vergangenen Jahr 2013 betrug das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik China lediglich um 7,7 Prozent. Einen solch geringer Wert schlug zuletzt im Jahr 1999 zu Buche. Die geplanten Strukturreformen werden das Wachstum wahrscheinlich weiter verringern.

Der Anstieg der Wirtschaftsleistung befand sich 2013 auf dem gleichen Niveau wie 2012, als das Wachstum erstmals auf den niedrigsten Stand seit 1999 gefallen war. Trotzdem lag der Zuwachs über dem Ziel der Regierung von 7,5 Prozent. Da die Prognosen in der Vergangenheit immer recht vorsichtig getroffen wurden und die Vorgaben regelmäßig übertroffen wurden, erwarteten viele Analysten wieder eine etwas höheres Ergebnis.
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Wirtschaft gewinnt wieder an Fahrt

28. Oktober 2013
Die chinesische Wirtschaft gewinnt nach sechs langsameren Monaten wieder an Fahrt. Sie ist im dritten Quartal 2013 um 7,5 Prozent gewachsen. Das vorangegangen Quartal verbuchte dagegen nur ein Wachstum von 7,5 Prozent. Offenbar zeigt das Konjunkturpaket der Regierung seine Wirkung. …mehr lesen


Überrachend starke Exporte

Trotzdem die Wirtschaft der Volksrepublik China Schwächen zeigt, bleibt er Außenhandel überraschend robust und die Exportzahlen übertrafen deutlich die Erwartungen.

09. August 2013
Wie die Zollverwaltung berichtete legten die Exporte im Juli um 5,1 Prozent im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres zu. Im gleichen Zeitraum stiegen die Importe um 10,9 Prozent. Damit ergibt sich insgesamt eine Steigerung von 7,8 Prozent für den Außenhandel. Expertenschätzungen gingen nur von einem moderaten Anstieg von nur ein bis zwei Prozent aus.

Erst im Juni gingen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent zurück. Dies war der erste Rückgang seit Anfang letzten Jahres. Dadurch wurden Sorgen über den Rüchkgang des chinesischen Wirtschaftswachstums geschürt. Bereits 2012 wurde mit 7,8 Prozent der geringste Anstieg seit 1999 registriert. Im zweiten Quartel diesen Jahres verlangsamte sich das BIP bereits auf 7,5 Prozent. Analysten gingen deshalb davon aus, dass das Bruttoinlandprodukt (BIP) Chinas im laufenden Jahr weiter zurückgehen wird.

Die aktuellen Zahlen lassen auf eine Stabilisierung des Wirtschaftwachstums in der Volksrepublik schließen. Die Regierung setzte für dieses Jahr einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 7,5 Prozent als Ziel. Sie möchte die Wirtschaft damit auf eine festere Basis stellen und nicht mehr um jeden Preis beschleunigen. Doch um gleichzeitig die noch immer hohe Armut in weiten Teilen des Landes abzubauen und die gestiegenen Ansprüche der neuen Mittelschicht zu befriedigen sind auch hohe Wachstumsraten erforderlich und regelrechte Gratwandrung abzusehen.-


Überprüfung der Lokalregierungen

Die Regierung der Volksrepublik China hat beim Rechnungshof eine landesweite Überprüfung des Kreditbooms bei den Regionalregierungen in Auftrag gegeben, um das unkontrollierte Wachsen der Schulden wieder in den Griff zu bekommen.

29. Juli 2013
Der Kreditboom in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft scheint der chinesischen Regierung offensichtlich ernste Sorgen zu bereiten. Laut einer Mitteilung des Rechnungshofes gab Premierminister Li Keqiang eine landesweite Prüfung der Kreditvergabe durch die regionalen Regierungen in Auftrag gegeben. Dass die Priorität dieser Überprüfung recht hoch angesetzt ist, lässt sich daran erkennen, dass der Rechnungshof dafür andere Projekte aufgeschoben hat.

In den vergangenen Jahren wurde das beeindruckende Wachstum der chinesischen Wirtschaft zu einem nicht geringen Teil durch die lockere Vergabe von Krediten in Gang gehalten. Aus diesem Grund warnen Experten schon seit längerer Zeit vor den möglichen Risiken.

Im Mittelpunkt dieser Entwicklung stehen vor allem die verschwenderischen Regionalregierungen, gefolgt von dem aufgeblasenen Immobilienmarkt. Hinzu kommt ein recht großer Schattenbankensektor durch den Kredite in vielen Fällen über Zweckgesellschaften außerhalb des traditionellen Bankensektors vergeben werden.

Baustopp für öffentliche Gebäude

Bereits ein Woche vorher hatte die Regierung der Volksrepublik im Rahmen der Kampagne gegen Korruption und Verschwendung einen fünfjährigen Baustopp für neue öffentliche Gebäude ausgerufen. Eine ganze Reihe der lokalen Regierungen hatte sich zum Teil befremdlich teure Prachtbauten erbauen lassen.

Auf der einen Seite haben die Regionalregierungen keine Möglichkeit eigene Steuern zu erheben, um für die wachsenden Kosten für die von der Zentralregierung versprochenen Schulen und besseren Gesundheitsversorgung zu unterhalten. Deshalb greifen sie zur Finanzierung auf die Vergabe von Krediten und den Verkauf von Land zurück.

Laut dem Rechnungshof stiegen die regionalen Schulden im vergangen Jahr auf mehr als umgerechnet 1600 Milliarden US-Dollar. Dies ist im Verhältnis zur Wirtschaftskraft vergleichsweise gering, doch ein weiteres Anwachsen der Schulden könnte das Wirtschaftswachstum abbremsen. Davor warnte der Internationale Währungsfond in seinem letzten Monatsbericht.


Finanzkrise in China befürchtet

Ein verlangsamtes Wachstumstempo und ein überschuldeter Unternehmenssektor, führt zu ernsthaften Problemen in der chinesischen Wirtschaft und lässt staatliche Ökonomen eine Finanzkrise befürchten.

18.Juli.2013
Im zweiten Quartal diesem Jahres ist das Wachstum der Wirtschaft Chinas deutlich abgeflaut. Es legte im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres nur noch um 7,5 Prozent zu. Ein solches Wachtum wäre in Europa und in den USA grandios. Doch in China als Schwellenland, das gegenüber den westlichen Industriestaaten einen enormen Nachholbedarf hat und des Wirtschaft über Jahre mit ungefähr zehn Prozent gewachsen ist, wird eine solche Verlangsamung als Zeichen einer sich anbahnenden Krise gewertet.

Schon im letzten Jahr verlangsamte sich das Wachstumstempo deutlich und war mit 7,8 Prozent das schwächste seit 1999. Dieser Trend setzt sich in diesem Jahr weiter fort, so dass die offizielle Erwartung der Regierung bei 7,5 Prozent liegt. Ob diese Prognose zu halten ist, wurde allderdings schon durch Lou Jiwei, dem Finanzminister der Volksrepublik in Frage gestellt. Er erwartet ein Wachstum von nur sieben Prozent. Diese Aussage widerrief die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua jedoch einen Tag später. Dies zeigt die Nervosität der chinesischen Regierung in der Frage der aktuellen wirtschaftlichen Lage Chinas.

Der Sprecher des Statistikamts, Sheng Laiyun, fasste die Lage zusammen, indem er sagte: „Wichtige ökonomische Indikatoren bleiben innerhalb der erwarteten Grenzen, aber das wirtschaftliche Umfeld bleibt komplex.“

Überschuldeter Unternehmenssektor

Zunehmende Sorgen bereitet den Wirtschaftsexperten der überschuldete Unternehmenssektor, der Schätzungen zufolge mit 150 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts verschuldet ist. Dies ist zum großen Teil eine Folge der Vergabe von günstigen Krediten durch die staatlichen Banken. Viele dieser Kredite drohen nun auszufallen und den Finanzsektor in größere Probleme zu stürzen.

Die chinesische Zentralbank steuert bereits mit einer Verknappung der Geldversorgung der Banken dagegen, um die Vergabe von Krediten zu drosseln. Doch gerade deshalb gibt es auch Befürchtungen über Turbulenzen in der Finanzbrache und eine zu starke Abbremsung des Wirtschaftswachstums.

Blase platzen lassen und Reformen angehen

Dem chinesischen Regierungsberater Xia Bin zufolge ist es nicht relevant, ob die Wirtschaft mit 7,5 oder nur mit 7 Prozent wachse. Die Wirtschaft stecke bereits in einer Finanzkrise, die sich nur noch verschlimmere, sollte die Regierung das Problem der hohen Unternehmensverschuldung nicht anpacke.

„Wir müssen so schnell wie möglich Wege finden, die Blase platzen zu lassen und die Verluste, die wir schon haben, abzuschreiben, um eine noch größere Krise zu vermeiden“, sagte Xia. Der Anpassungsprozess, den China durchlaufen müsse, bringe automatisch ein langsameres Wachstum mit sich, erklärte der Wirtschaftswissenschaftler weiter. „Das bedeutet eine schwere Zeit, den Bankrott einiger Firmen und Finanzinstitute. Und es bedeutet Reformen.“

Weltweite Auswirkungen

Sollte es tatsächlich zu einer Wirtschaftskrise in der Volksrepublik China kommen, hätte dies weltweite Auswirkungen. Besonders für Deutschland ist China einer der wichtigsten Exportmärkte. Ohne die große Nachfrage aus China droht deutschen Frimen, insbesondere den Autoherstellern, ein schwerer wirtschaftlicher Einbruch. Bereits im Juni waren die deutschen Exporte in die Volksrepublik laut der Zollverwaltung überraschend um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen.


Chinas Exporte ziehen wieder an

09. Mai 2013
Im April hat die Volksrepublik China mehr Waren exportiert als zuvor erwartet wurde. Die Ausfuhren stiegen im Vorjahresvergleich um fast 15 Prozent. Noch mehr legten aber die Importe zu. Dies könnte ein Zeichen für eine Erholung der chinesischen Volkswirtschaft sein.

Während das Wachstum des chinesischen Brutto-Inland-Produkts (BPI) hinter den Erwartungen zurückblieb, überraschten die Zahlen für den Außenhandel der Volksrepublik mit hohen Steigerungen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Ausfuhren um 14,7 Prozent zu, die Einfuhren sogar um 16,8 Prozent.

Einen Monat zuvor stiegen die Exporte lediglich um 10 Prozent und die Importe um 14,1 Prozent. Analysten sehen in den positiven Zahlen für den Außenhandel ein Zeichen für die Erholung der chinesischen Wirtschaft. Noch im ersten Quartal diesen Jahres wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde nur um 7,7 Prozent, was für chinesische Verhältnisse vergleichsweise gering ist.


Wirtschaftsreformen in Sichtweite

10. April 2013
Xi Jingping, der neue Präsident der Volksrepublik China bereitet die Bevölkerung auf eine Zeit geringerer Wachstumsraten vor. Dafür soll dem Umweltschutz mehr Beachtung geschenkt werden. Eine grundlegende Wirtschaftsreform ist nach Ansicht vieler Wirtschaftswissenschaftler unumgänglich, um die allgemeine Lage in China stabil halten zu können. …weiter zum vollständigen Artikel