Wirtschaftsbeziehungen zur Europäischen Union

Seit dem Beginn der Öffnungspolitik 1978 hat sich der europäisch-chinesische Handel mehr als verdreißigfacht. Er betrug 2010 rund 480 Milliarden USD. Die EU-27 ist mit einem Anteil von 19,7 Prozent am chinesischen Außenhandel größter Handelspartner Chinas und viertgrößter ausländischer Investor in China. Aus EU-Sicht ist China der zweitgrößte Handelspartner nach den USA. Die EU ist Chinas größter Technologie-Lieferant. Das Außenhandelsdefizit der EU gegenüber China beträgt 131,7 Mrd. USD (2008: 169,5 Mrd. USD).

Durch den WTO-Beitritt wurden die Zölle abgesenkt, der Marktzugang für europäische Firmen verbessert und nicht-tarifäre Handelshemmnisse abgebaut. Trotzdem bleiben gravierende Marktzugangshemmnisse bestehen. Zudem gehen in aktuellen Umfragen eine zunehmende Zahl von ausländischen Unternehmen eher von einer Verschlechterung der Investitionsbedingungen aus. Die Umsetzung der mit dem WTO-Beitritt verbundenen Regelungen bildet weiterhin einen Schwerpunkt des wirtschaftspolitischen Dialogs zwischen der EU und China. Die Anzahl der EU-Anti-Dumpingmaßnahmen gegen China nimmt jedoch zu. Ende 2010 richteten sich bereits 44,4 % aller bestehenden Maßnahmen gegen China. Insgesamt sind hiervon jedoch nur etwa 1% der Exporte betroffen.