Shen Nong und der Gelbe Kaiser

Shen Nong und der Gelbe Kaiser – Begründer der TCM

Neben Shen Nong, der als Entdecker der chinesischen Heilkräuter angesehen wird, geht man davon aus, dass der zur gleichen Zeit lebende „Gelbe Kaiser„, Huang Di, die theoretischen Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) begründete. Diese wurden in „Des Gelben Kaisers Kanon der Inneren Medizin“ überliefert. Obwohl dieses Werk auf ca 2500 v. Chr. datiert wurde, stammen die ersten heute noch erhaltenen Abschriften erst aus der Zeit um 200 n. Chr.

Ähnlich wie in der westlichen Welt, in der die Medizin häufig von Priestern und Mönchen praktiziert wurde und somit eng mit der Religion verbunden war, so war die Traditionelle Chinesische Medizin eng mit dem Taoismus verknüpft, welcher sich auf das Erreichen von Wohlstand und Langlebigkeit in in Übereinstimmung mit der Natur und sogar auf das Erreichen der Unsterblichkeit durch „Tugend“ konzentrierte. In diesem Zusammenhang sollten vor allem Kräuter wie Ling Zhi (Ganoderma lucidum, Glänzender Lacksporling) als wirksame Stärkungsmittel die Tugendhaftigkeit fördern.

Der Glauben der Taoisten beruhte auf sie umgebende Umwelt und ihrem jahreszeitlichen Wandel, welcher das Modell der Fünf Wandlungsphansen zugrunde liegt. Weiterhin bildete sich auch der Glaube an die duale Natur aller Dinge heraus, welcher in dem Konzept von Yin und Yang, den zwei gleichstarken aber entgegengesetzten Urkräften mündete. Auf dieser Grundlage kann Schönheit nur existieren, weil es Häßlichkeit gibt und umgekehrt. Die gilt auch für alle anderen Gegenssätze wie Licht und Dunkelheit, Hitze und Kälte oder männlich und weiblich.

Bereits für Huang Di, dem „Gelben Kaiser“ war der Gedanke an die Notwendigkeit des Gleichgewichts zwischen Yin und Yang von hoher Wichtigkeit. Bis heute bildet die Gesetzmäßigkeit von Yin und Yang, neben den fünf Wandlungphasen, die wichtigste Grundlage der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Weitere, ergänzende Therapieformen der TCM

In seinem „Kanon der Inneren Medizin“ beschrieb Huang Di erstmals auch Therapieformen, welche die Kräuterrezepturen von Shen Nong ergänzen. Zu ihnen gehören dieAkupunktur, die Moxibustio, die Massage, Bewegungsübungen, sowie die „Pflaumenbenblüten-Behandlung“ durch Beklopfen bestimmter Punkte des Körpers mit neunnadligen Hämmerchen.