Akupunktur und Kostenübernahme

Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen

Seit dem 1. Januar 2007 nur noch die Anwendung der Akupunktur

  • zur Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule
  • sowie zur Schmerztherapie bei Kniegelenkarthrose.

Weitere Akupunkturbehandlungen werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und müssen deshalb selbst bezahlt werden. Die Kosten für die Behandlung von Kopfschmerzen werden nicht mehr von den Krankenkassen übernommen, da gegenüber der Standardtherapie kein Vorteil festgestellt werden konnte.

Weiterhin müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein und einige Einschränkungen beachtet werden:

  • um als chronisch anerkannt zu werden, müssen die Schmerzen seit mindestens sechs Monaten auftreten;
  • die Schmerzen der Lendenwirbelsäule dürfen nicht von der Nervenwurzel ausgehen (nicht radikulär)
  • die Schmerzen der Lendenwirbeläule dürfen nicht weiter als bis zu den Knien ausstrahlen;
  • Behandlung nach Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM);
  • pro Jahr werden die Kosten für 10 Sitzungen innerhalb von 6 Wochen übernommen;
  • in Ausnahmefällen für 5 weitere Sitzungen möglich;
  • Behandlungszeit pro Sitzung 20 Minuten;
  • 12 bis 15 Nadeln pro Sitzung.

Ärzte benötigen für die Anwendung von Akupunktur als Kassenleistung die ärztliche Zusatzbezeichnung „Akupunktur“ und die Nachweise über die jeweils 80-stündigen Kurse „Spezielle Schmerztherapie“ und „Psychosomatische Grundversorgung“.

Viele Private Krankenversicherungen tragen ein weitaus größeres Spektrum der Akupunkturkosten im Rahmen der Schmerzbehandlung. Teilweise werden auch Heilpraktikerleistungen übernommen. Informationen lassen sich abhängig von den Verträgen bei den einzelnen Versicherungen finden.