Yangpachen-Tal -Tibet

Tibet – 西藏 – Das Dach der Welt

Tibet ist einer der wohl spirituellsten Orte der Welt erfüllt von viele Mythen und Legenden. Hier kann man einen kulturellen Einblick in das Leben der tibetischen Mönche erhalten und eine einzigartige Landschaft genießen. Allerdings gibt es ab und an einige Reisebeschränkung für diese autonome Gebiet. Deshalb sollte man sich auf jeden Fall über den aktuellen Stand informieren.

tibetisches NomadenzeltBemerkenswert ist der berühmte Spitzname Tibets “ Das Dach der Welt „. Ist es eine Untertreibung? Tibet befindet sich auf einer weiten Hochebene auf 4000 m bis 5000 m Höhe und es ist schwer zu beschreiben. Tibet ist von drei weltweit der höchsten Gebirge umgeben, dem Himalaya, dem Karakorum und dem Kulun. Die dadurch entstandene Isolation bedeutete früher Schutz. Das änderte sich jedoch mit der Erreichbarkeit durch Flugzeuge.

Im Sprachgebrauch der Volksrepublik China, steht das chinesische Xīzàng – 西藏 (tibetisch bod ljongs བོད་ལྗོངས།) für das Autonome Gebiet Tibet. Der Begriff in der tibetischen Sprache bod chen („Groß-Tibet”) orientiert sich am historischen Tibet. bod bzw. bod yul hingegen schließt die osttibetischen Regionen Amdo und Kham, also die überwiegend außerhalb des Autonomen Gebiets Tibet gelegenen Gebiete, nicht mit ein.

 

Denkt man „Tibet“, stellt man sich den höchsten der azurblauem Himmel, ruhige Drokpas (Nomaden) hoch auf ihren Pferden, Stadt-Staat-Tempel, Ströme von orange gekleideten Mönchen und flatternde Gebetsfahnen vor. Es ist ein Achtel der Fläche Chinas auf der nur 2,7 Millionen Menschen leben. Seine Verbote und Isolation haben dazu beigetragen, die faszinierende Welt Tibets vor dem Verständnis der westlichen Welt zu versiegeln.

Natürlich, Tibet ist auch eines der heiklen Themen unserer Zeit. Es scheint einfach keinen Mittelweg in dem Dilemma von China und Tibet zu geben. Man muss entweder glauben, dass die opportunistischen Han es sind, die Shangri-La „ruinieren“ oder dass sie buchstäblich Millionen von Sklaven aus der feudalen Leibeigenschaft befreiten. Die Wahrheit liegt wie immer, irgendwo dazwischen. Man kann es verabscheuen, man kann es lieben, zwiespältig oder unangenehm berührt sein, der chinesische kulturelle Einfluss ist auf jeden Fall präsent.

Tibetische Menschen
Foto: Antoine-Taveneaux

Schließlich sollte man sich während man durch Tibet reist einfach daran erinnern: Das Leben der Tibeter in den härtesten Umgebungen und unter endlosen kulturellen Spannungen war niemals leicht. Bemerkenswert ist die Widerstandsfähigkeit mit der sie nicht nur ihre Kultur und Religion erhalten haben, sonder auch ihre freundliche Ausstrahlung.

Yarlung Tsangpo, das grüne Brahmaputra-Tal ist die Seele von Tibet. Westtibet ist noch höher. Der geistige und geographischen Schwerpunkt ist der heilige Berg Kailash (Kang Pinpoche) in dessen Nähe die Quellen der Flüsse Indus, Brahmaputra und Sutlej entspringen.

 

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Tibet

  • eine persönliche Pilgerfahrt zum Potala-Palast, Jokhang-Tempel und der Barkhor-Straße in der heiligen Stadt Lhasa;
  • Kumbum Champa Ling, das „Kloster der Hunderttausend Bilder des Buddha Maitreya“, ist Tibets architektonisches Meisterstück;
  • Mit schwerem Atem die unbeschreiblichen Farben des Nam-tso-Sees bestaunen oder das Mount-Everest-Basislager besuchen;
  • Während der Beobachtung des Sonnenaufgangs am Mount Everest vom Rongphu-Kloster aus die Veränderung der Seele fühlen;
  • An den Wolken kratzen, während des Durchquerens der Wildnis von Tibet und Qinghai durchqueren mit der Qinghai-Tibet-Eisenbahn, der weltweit höchsten Eisenbahn und monumentale Leistung der Ingenieure;
  • Tempel und Klöster besuchen: Sakya-Kloster, Samye-Kloster, Shigatse & Tashilunpo, Tsurphu-Kloster

Anreise

Mit dem Flugzeug ist Lhasa gut von Chengdu, Sichuan oder Katmandu (Nepal) erreichbar. Eine Anreise über die Straßenverbindung zwischen Katmandu und Lhasa ist nur für Reisegruppen möglich. Von Golmud in Qinghai aus gibt es eine Busverbindung, die der China International Travel Service (CITS) organisiert.

In jedem Fall benötigt man  eine Genehmigung des Tibetan Tourism Bureau (TTB). Da man fast überall Genehmigungen benötigt, sind die Reisemöglichkeiten in Tibet stark eingeschränkt. Am einfachsten ist es eine Tour bei einer Agentur in Lhasa zu buchen. Diese kümmert sich dann um alle notwendigen Formalitäten.