Qinghai

Die Provinz Qinghai (青海省; Qīnghǎi Shěng), auch als Tsinghai, früher in Englisch auch als Kokonor bekannt, liegt im Nordwesten der Volksrepublik China. Es ist flächenmäßig die viertgrößte Provinz Chinas, weist jedoch die drittkleinste Bewölkerungszahl auf.

Die Provinz liegt zum größten Teil auf dem Qinghai-Tibet-Plateau und ist schon seit langem ein Schmelztiegel eine ganzen Reihe von ethnischen Gruppen, unter anderem die der Han, Tibeter, Hui, Tu, Mongolen und Salars. Qinghai grenzt im Nordosten an Gansu, im Nordwesten an das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang, im Südosten an Sichuan und im Südwesten an die Autonomen Region Tibet.

Qinghai wurde 1928 während des Zeitraums der Republik China in dem von chinesischen muslimischen Kriegsherren wie der Ma-Clique kontrolliertem Gebiet als Provinz etabliert. Den Name hat die Provinz Provinz von Qinghai-See (Cyan Meer See), dem größten See in China. Der frühere englische Name „Kokonur“ ist von dem Namen des Qinghai-Sees in Oirat, einer mongolischen Sprache, abgeleitet.

Tourismus

Viele der touristischen Attraktionen sind auf die Hauptstadt der Provinz, Xining, zentriert. In den heißen Sommermonaten viele reisen viele chinesische Touristen aus den heißen südlichen und östlichen Teilen von China nach Xining, wo das Klima im Juli und August ist recht mild und angenehm ist und die Stadt so zu einer idealen Sommerfrische wird.

Der Qinghai-See (青海湖; Qīnghǎi Hú) ist eine weitere touristische Attraktion, wenn auch weiter von Xining entfernt als das Kumbum-Kloster (Ta’er Si). Der See ist der größte Salzwassersee in China und befindet sich auf dem „Dach der Welt“, der tibetischen Hochebene. Der See selbst liegt auf 3.600 m Höhe. Die Umgebung besteht aus weitem Grasland und ist hauptsächlich von ethnischen Tibetern besiedelt. Die meisten organisierten Touren machen an der Vogelinsel Niaodao (鸟岛; Niǎo Dǎo) halt. Jedes Jahr wird auch ein internationales Fahrradrennen von Xining zum Qinghai-See ausgerichtet.