Hainan

Hainan 海南省 (Hǎinán Shěng) mit der wörtlichen Bedeutung „Süden des Meeres“, ist die kleinste und südlichste Provinz der Volksrepublik China. Der Name „Hainan“ bezieht sich auch auf die Insel Hainan (海南岛, Hǎinán Dǎo), der Hauptinsel der Provinz. Hainan liegt im Südchinesischen Meer und ist durch die mit ca. 15 bis 30 km breite und 44 m tiefe Straße von Qiongzhou vom chinesischen Festland getrennt. Die Insel Hainan ist mit 34.380 km² nach Taiwan die zweitgrößte Insel der chinesisch geprägten Welt und die größte der Volksrepublik China. Die Hauptstadt der Provinz ist Haikou.

Häufig wird Hainan auch als „Hawaii von China“ bezeichnet, weil die Insel mit ihrem tropisch-feuchtem Monsunklima ein beliebtes Urlaubsziel der Chinesen ist und damit eine ähnliche Funktion hat wie Hawaii für die Amerikaner.

 

Geschichte

Hainan wurde dem chinesischen Reich bereits zu Zeiten der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) angegliedert. Unter dem General Lu Bode (路博德; Lù Bódé) wurden die südchinesischen Küstenstreifen befriedet und damit im Jahre 110 v. Chr. die Insel Hainan. Die Insel war lange Zeit war Teil der chinesischen Provinz Guangdong. Während der Jahre 1939 bis 1945 war Hainan von Japan besetzt. Am Ende des Chinesischen Bürgerkriegs im Mai 1950 wurde die Insel von den Kommunisten erobert. Damit endeten auch die letzten größeren Kampfhandlungen des Chinesischen Bürgerkrieges.

 

Im April 1988 wurde Hainan zu einer eigenständigen Provinz und zugleich zu Chinas größter wirtschaftlicher Sonderzone ernannt. Da die Volksrepublik China die Insel Taiwan nicht als eigenständigen Staat anerkennt, wird Hainan als die zweitgrößte Insel der Volksrepublik China geführt.