Guizhou

Guizhou (贵州省; Guìzhōu Shěng) ist eine Provinz im südwestlichen Teil der Volksrepublik China. Die Provinzhauptstadt ist Guiyang.

Die Provinz Guizhou grenzt an Sichuan und die Stadt Chongqing im Norden, an die Provinz Yunnan im Westen,an die Provinz Guangxi im Süden und an die Provinz Hunan im Osten. Insgesamt ist Guizhou eine bergige Provinz, wobei der Westen hügeliger ist und die östlichen und südlichen Teile relativ flach sind. Der westliche Teil der Provinz ist Teil der Yunnan-Guizhou-Plateau. Einem alten Spruch zufolge gibt es „keine drei Fuß flachen Landes, keine drei Tage ohne Regen und keinen Menschen mit drei Yuan“ gibt. Guizhou war von der Außenwelt schwer zugänglich und gilt noch heute als die ärmste Provinz Chinas.

 

In der Provinz befindet sich der größte Wasserfall Asiens, der Huangguoshu-Wasserfall. Die ausgeprägte Karstlandschaft ist das zentrales Siedlungsgebiet der Bouyei.
Über 73 % der Fläche sind anstehender Kalkstein. Die Bodenbeckung der Karstformationen ist nur gering. Im Kalkstein befinden sich unzählige Höhlen und unterirdische Flüsse.

 

Städte in der Provinz Guizhou sind: Anshun, Kaili, Zunyi, Duyun, Liupanshui und Qingzhen.

Guizhou hat ein subtropisches feuchtes Klima. Es gibt nur wenige saisonale Veränderungen. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt etwa 10 bis 20°C, bei Temperaturen im Januar von 1 bis 10°C und Julitemperaturen von 17 bis 28°C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 900 mm–1500 mm pro Jahr. Guizhou ist an 220 Tagen im Jahr bewölkt und damit die Provinz mit den meisten Wolkentagen. Mit diesem Hintergrund kann man die Bedeutung des Names der Provinzhauptstadt Guiyang, „wertvoller Sonnenschein“, sehr gut nachempfinden.

Wie auch in anderen südwestlichen Provinzen Chinas, erlitten die ländlichen Gebieten von Guizhou im Frühjahr 2010 eine schwere Dürre. Als eine der ärmsten Provinzen Chinas, kämpft Guizhou mit ernsthaften Umweltprobleme, wie Wüstenbildung und anhaltender Wasserknappheit. Vom 3. bis 5 April 2010 ging Chinas damaliger Premier Wen Jiabao auf eine dreitägigen Inspektionsreise in die von der Dürre betroffene Provinz Guizhou, wo er die Dorfbewohner und Agrarwissenschaftler aufrief, dürreresistenten Technologien für das Gebiet zu entwickeln.