Guilin – 桂林 – Stadt des Duftblütenwalds

Die Illustration auf 20 Renminbi-Schein zeigt die wohl berühmteste und schönste Landschaft Chinas. Auch die in diese Landschaft eingebettete Stadt Guilin ist von den zahlreichen und für die Region typischen Karstbergen geprägt. Die Stadt wurde in einer beeindruckenden Landschaft zwischen bis zu 200 m hohen Karstkegeln erbaut. Sie ist seit langem für ihre einzigartige Landschaft des Karstreliefs renommiert und eines der beliebtesten touristischen Ziele in China. Guilin in ChinaGuilin (桂林市 – Guìlín shì) ist eine bezirksfreie Stadt im Nordosten der autonomen Region Guangxi der Zhuang-Nationalität am Westufer des Li-Flusses im Südosten der Volksrepublik China. Der Name der Stadt Guilin bedeutet „Stadt des Duftblütenwalds“. Er bezieht sich auf die große Anzahl von Osmanthus-Bäumen in der Stadt, wie sie etwa in der Binjiang Lu zu finden sind.

Geschichte von Guilin

Vor 200 Millionen Jahren entstand die Landschaft um Guilin durch tektonische Erhebung des Meeresbodens des Urmittelmeers und anschließender Erosion der übrig bleibenden Berge.

Guilin wurde das erste man in der Qin-Dynastie (211 v. Chr bis 207 v. Chr.)  erwähnt. Der erste Kaiser Chinas Qin Shihunagdi ließ, um den Nachschub für seine Truppen gewährleisten, einen Kanal vom Jangsekiang in die Gegend von Guilin erbauen. Der 34 km lang Linqu-Kanal verband den Xiang-Fluss mit dem Li-Fluss.

Von der Song-Dynastie (960 bis 1279) bis zur Qing-Dynastie (1644 bis 1911) war Guilin das kulturelle Zentrum von Guangxi. Während der Ming-Dynastie (1368 bis 1644) stieg Guilin zu Provinzhauptstadt auf. 1914 wurde der Sitz der Provinzregierung jedoch von Guilin nach Nanning verlegt.

Im Jahr 1936 nach der Eroberung von Nanjing durch das Kaiserreich Japanzog zog sich die Kuomintang-Regierung der Republik China unter der Führung von Chiang Kai-shek nach Guilin zurück. Bis zum Jahre 1938 war die Stadt Hauptstadt Chinas. Während dieser Zeit wuchs die Bevölkerung auf ca. eine Million Einwohner an. 1938 zog die Regierung auf der Flucht vor den japanischen Truppen in das weiter nordwestlich gelegene Chongqing um. 1944 konnten die Japaner Guilin erobern. Die alte Bausubstanz wurde durch die starke Bombardierung der Stadt fast vollständig zerstört.

Tourismus

Guilin ist insbesondere durch die Karstberge bekannt und auch wegen der unzähligen Grotten ein beliebtes Urlaubsziel in China. Mehrere Seitenarme, Nebenflüsschen und Kanäle schlängeln sich neben dem Li-Fluss durch die Stadt, die von einem ganzen Gürtel von Bergen mit bizarren Felsformationen umgeben ist. Heute ist Guilin eine vielbesuchte Stadt. Etwa zehn Parks, die um die Kegel und Kalksteinhöhlen herum angelegt wurden, laden zu verweilen ein.

Information: 41 Binjinag Lu, (0773) 286 1623

Anreise

Mit dem Flugzeug:
Nach Guilin gibt es von den meisten chinesischen Städten aus Flugverbindung. Der internationale Flughafen Liangjiang liegt etwa 25 Kilometer vom Stadtzentrum Guilins entfernt. Dort verkehrt ein Airport-Bus, der in das Stadtzentrum fährt (Kosten: 20 Yuan pro Person). Zum Flughafen fährt der Bus vom Aviation Hotel ab.

Mit der Bahn:
Guilin ist gut an das Chinesische Eisenbahnnetz angeschlossen.

Südwesten
Von Nanning fahren fast stündlich Züge nach Guilin. Die Fahrt dauert ca. 6 Stunden und kostet ab 64.00 CNY (ca. 8€) für einen Sitzplatz.
Komfortabler ist jedoch die Reise im „Soft Sleeper“ im Vier-Personenabteil. Von Nanning fahren täglich Direktzüge (Zug T8701/ und T8702) nach Hanoi in Vietnam.

Südosten
Von Guangzhou aus stehen täglich zwei Nachtzüge täglich zur Verfügung.Auch aus Shenzhen (Provinz Guangdong), Grenzübergang zu Hongkong verkehrt täglich ein direkter Nachtzug nach Guilin.

Nordosten
Von Hengyang (Provinz Hunan) aus ist Guilin beinahe stündlich zu erreichen.

Nordwesten
Einmal Täglich fährt ein Direktzug von und nach Guiyang (Provinz Guizhou).