Dao – Der Weg des Laotse

Neben dem Buddhismus und dem Konfuzianismus existiert in China auch der Daoismus. Er geht zurück auf den bedeutenden Philosophen Laozi (dt. Laotse), der von 604 bis 531 v. Chr. während der Zeit Zhou-Dynastie gelebt haben soll. Diese Aussage beruht allerdings auf Legenden. In der gleichen Zeitepoche lebte auch Konfuzius (551 bis 479 v. Chr.).

Laozi arbeitete als Bibliothekar am Zhou-Hof. Er war ein Bewunderer der Vergangenheit, als die Menschen noch im Einklang mit der Natur lebten und forderte dazu auf, die Harmonie mit der Natur wieder zu erlangen und begründete mit seinem Werk „Das Buch vom Wirken des Dao“ (Daodejing) den Daoismus.

Dao bedeutet „der Weg“ und ist für seine Anhänger die vollkommene, natürliche und ewige Quelle des Universums.

Im Unterschied zum Konfuzianismus, der sich mit dem Menschen als Mitglied der Gesellschaft beschäftigt, regt der Daoismus zum Rückzug des Menschen aus der Gesellschaft an.

Weisheiten des Laotse

Es ist besser, nichts zu tun, als mit viel Mühe nichts zu schaffen.

Ein weiser Mensch erringt einen Sieg und belässt es dabei. Er geht nicht zu Gewalttaten über.

Wer die Menschen kennt, ist weise. Wer sich selbst kennt, ist erleuchtet.