Zeittafel zur chinesischen Geschichte

Diese Zeittafel bietet einen schnellen Überblick über ungefähr 4.000 Jahre der langen und wechselvollen Geschichte Chinas. Sie startet am unteren Ende mit der langen Reihe der chinesischen Dynastien beginnend mit der Xia-Dynastie (21. bis 16. Jh. v. Chr.), führt über die Zeit der Republik China und reicht bis in die Zeit der Volksrepublik China in unserem aktuellen Jahrhundert.

2010

2009

2008

  • Die Volksrepublik China richtet die Olympischen Sommerspiele aus.

2007

  • Hu Jintao wird in seinen Ämtern bestätigt.
  • Die Entwicklung Chinas im Rahmen einer
    harmonischen und auf die Wissenschaft begründete Gesellschaft
    wird propagiert.

2002

  • Jiang Zemin übergibt die Ämter des Partei- und Staatschefs an Hu Jintao.
  • Die Kommunistische Partei öffnet sich neuen Gruppen der Gesellschaft. So können unter anderem auch Unternehmer Mitglied der Partei werden.

2001

  • Die Volksrepublik China wird Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).

1998

  • Die Verfolgung der Falugong-Sekte beginnt.

1997

  • Deng Xiaoping stirbt im Februar im Alter von 92 Jahren.
  • Am 1. Juli fand die Übergabe von Hongkong statt. Die Insel wird zur Sonderverwaltungszone erklärt.

1993

  • Jiang Zemin wird Präsident;
  • Baubeginn für den „Drei-Schluchten-Staudamm“

1992

  • Auf seiner „Reise in den Süden“ setzt sich Deng Xiaoping nachdrücklich für die Vorantreibung der wirtschaftlichen Reformen ein.

1989

  • Unruhen und Einsatz des Militärs in Tibet.
  • Hu Yaobang stirbt im April. Es folgen spontane Sympatiebekundungen und Forderungen nach mehr Demokratie.
  • Sich ausweitende Demonstrationen und Hungerstreiks behindern den Besuch des sowjetischen Präsidenten Michael Gorbatschow.
  • In der Nacht vom 3. zum 4. Juni werden die Demonstrierenden durch das Militär vom Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen) vertrieben. Dabei kommt es Schätzungen zufolge zu mehreren hundert Toten.
  • Zhao Ziyang verliert Ende Juni wegen seiner Sympathie gegenüber den Studenten sein Amt als Generalsekretär der Kommunistischen Partei. Seine Nachfolge tritt Jiang Zemin an.

1987

  • Im Januar wird Hu Yaobang seines Amtes enthoben. Sein Nachfolger wird Zhao Ziyang.
  • China einigt sich mit Portugal über die Übergabe von Macao im 1999 nach dem Modell von Hong Kong.

1986

  • In zahlreichen Großstädten gibt es Demonstrationen der Studenten. Nach Meinung seiner Kritiker tritt Hu Yaobang diesen Demonstrationen nicht entschlossen genug entgegen.

1984

  • Die Regierungen Großbritanniens und Chinas geben eine „Gemeinsame Erklärung“ über die Zukunft Hongkongs ab. In ihr ist vereinbart, dass die wirtschaftliche und soziale Ordnung auch nach der Übergabe im Juli 1997 für den Zeitraum von fünfzig Jahren unverändert bleibt. In diesem Zusammenhang wird im „Beschluss über die Reform des Wirtschaftssystems“ die Ausdehnung der marktwirtschaftlichen Elemente gebilligt.

1983

  • Indien und China nehmen ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf, die 1968 abgebrochen wurden

1982

  • Das Amt des Parteivorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas wird auf dem XII. Parteitag abgeschafft und durch den Generalsekretär ersetzt. Hu Yaobang wird zum Generalsekretär gewählt.
  • Margaret Thatcher, britische Premierministerin kommt zu Gesprächen über Hongkongs Zukunft nach Peking

1981

  • Verurteilung der Viererbande und sechs anderer ehemaliger Partei- und Militärführer. Hua Guafeng verliert im Juni sämtliche Parteiämter. Von der Partei wird ein Dokument über die Geschichte verabschiedet, in dem die Politik Mao Zedongs mit 70 Prozent gut und 30 Prozent schlecht bewertet wird.

1980

  • Liu Shaoqi wird rehabilitiert.
  • Zhao Ziyang übernimmt im September von Hua Guofeng das Amt des Ministerpräsidenten.
  • Mit Ausnahme der Gebiete mit nationalen Minderheiten soll die Ein-Kind-Politik im ganzen Land durchgesetzt werden.

1979

  • Die USA und die VR China nehmen volle diplomatische Beziehungen auf.
  • Deng Xiaoping besucht die USA.
  • Sonderwirtschaftszonen werden eingerichtet.
  • China interveniert militärisch im Norden Vietnams.
  • Deng Xiaoping kritisiert die „Mauer der Demokratie„.
  • Es finden zahlreiche Prozesse gegen Oppositionelle statt.
  • Die Demokratiebewegung wird zerschlagen.

1978

  • Deng Xiaoping wird zum Ersten Mann im Staat. Auf seine Initiative beginnt die Rehabilitierung von „Rechtsabweichlern“ und Intellektuellen.
  • Die Öffnung der Volksrepublik China wird eingeleitet und ihre Reform auf den Weg gebracht.
  • Mit kritischen Wandzeitungen in Peking zeigt sich die „Mauer der Demokratie“.

1976

  • Tod von Zhou Enlai;
  • Am 9. September stirbt Mao Zedong im Alter von 82 Jahren;
  • Neuer Parteivorsitzender wird Hua Guofeng;
  • Kurze Zeit später wird die Viererbande verhaftet;
  • Ende der Kulturrevolution

1974

  • Gegen Lin Bao und Konfuzius wird eine Kritikkampagne gestartet.

1973

  • Deng Xiaoping wird rehabilitiert.

1972

  • USA Präsident Nixon besucht China und trifft sich mit Mao.
  • Neben Japan nehme viele westliche Staaten diplomatische Beziehungen mit der Volksrepublik China auf.

1971

  • Der Volksrepublik China wird im Oktober der chinesische Sitz in den Vereinten Nationen zugesprochen.
  • Tod von Lin Bao.

1970

  • Der erste chinesische Weltraumsatellit wurde erfolgreich gestartet.
  • Als erste Hochschule des Landes nimmt die Pekinger Qinghua-Universität den Lehrbetrieb wieder auf.

1969

  • An der Grenze zwischen China und der Sowjetunion kommt es zu Kämpfen. (am Ussur-Fluss und in Xinjiang)

1968

  • Mao fordert die Jugend auf „von den Massen zu lernen„. Unter diesem Motto werden ungefähr 15 Millionen Jugendliche für mehrere Jahre in Dörfer geschickt.

1966

  • Alle Schulen und Universitäten werden geschlossen.
  • Liu ShaoqiDeng Xiaoping und andere bedeutende Parteiführer werden entmachtet.

1966 bis 1976

  • Die Zeit der „Großen Proletarischen Kulturreform“ ist gekennzeichnet von von einem teilweise bürgerkriegsähnlichen Richtungskampf. Mao versucht diesen Kampf durch die massenhafte Mobilisierung von Jugendlichen in den „Roten Garden“ zu gewinnen.

1964

  • Die erste chinesische Atombombe wird gezündet.

1963

  • Der Bruch zwischen China und der Sowjetunion wird öffentlich bekannt gegeben.

1962

  • Grenzkrieg zwischen China und Indien

1961

  • Bekanntgabe des Scheiterns des „Großen Sprungs“ durch das Zentralkomitee der KP Chinas. Es werden Notstandsmaßnahmen durchgeführt und Privatparzellen an Bauern zurückgegeben.

1960 bis 1963

  • Die drei Bitteren Jahre„.

1960

  • Die Sowjetunion kündigt die nukleare Unterstützung Chinas auf und zieht ihre Berater ab.

1959 bis 1961

  • Der „Große Sprung nach vorn“ scheitert. Durch Naturkatastrophen wird die Lage der Bevölkerung verschlimmert. Der „Große Sprung nach vorn“ soll den Tod von mehr als 30 Millionen Menschen verursacht haben.

1959

  • Die Maßnahmen des „Großen Sprungs nach vorn“ verschärfen die Konflikte in Tibet. Es kommt zu Unruhen und zum bewaffneten Aufstand. Der Dalai Lama flieht nach Indien.

1958

  • Beginn der Reformen mit dem „Großen Sprung nach vorn“. Maos Ziel, „Großbritannien zu überholen und zu Amerika aufzuschließen“, soll durch Massenkampagnen, wie beispielsweise die Stahlkampagne (Minihochhöfen) und die Schaffung von Volkskommunen, erreicht werden.

1957

  • Die „Hundert-Blumen-Bewegung“, ursprünglich als große Aussprache konzipiert, bewirkt massive Kritik. Sie wird abgebrochen und zur „Anti-Rechtsabweichler-Kampagne“ umfunktioniert.

1955

  • Die Volksrepublik China nimmt an der Konferenz der „Blockfreien“ in Bandung (Indonesien) teil.
  • Die „Friedliche Koexistenz“ wird propagiert.

1953

  • Der erste Fünfjahrplan (1953-1957) wird in Anlehnung an das sowjetische Modell verabschiedet.

1952

  • Die „Fünf-Anti-Kampagne“ gegen Bestechung, Steuerhinterziehung, Veruntreuung von Staatseigentum, Betrug und Verrat von Staatsgeheimnissen wird ins Leben gerufen.

1951

  • Die „Drei-Anti-Kampange“ gegen Korruption, Verschwendung und Bürokratismus wird ins Leben gerufen.
  • Tibet wird als autonome Region in die Volksrepublik China eingegliedert.

1950 bis 1953

  • Ab November 1950 greifen chinesische Verbände in den Koreakrieg ein.

1950

  • Im Oktober nehmen chinesische Truppen Tibet ein. Tibet wir 1951 als autonome Region eingegliedert.

1949 bis 1952

  • Zur politischen und wirtschaftlichen Umgestaltung der chinesischen Gesellschaft werden Massenkampagnen ins Leben gerufen.

1949

  • Am 01.10.1949 wurde die Volksrepublik China gegründet. Sie wurde durch Mao Zedong proklamiert. Bis heute ist der 01. Oktober der Nationalfeiertag der Volksrepublik China.

1946 bis 1949 (Republik China 1912 bis 1949)

  • Bürgerkrieg

1945 (Republik China 1912 bis 1949)

  • Am 14. August endet der Japanisch-Chinesische Krieg. Die formelle Kapitulation Japans erfolgt am 2. September. Taiwan wird an China zurückgegeben.

1937 bis 1945 (Republik China 1912 bis 1949)

  • Japanisch-Chinesischer Krieg

1935 (Republik China 1912 bis 1949)

  • Mao Zedong wir zum Vorsitzenden der Zentralkomitees und Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas gewählt. Dieses Amt bekleidet er bis zu seinem Tod im Jahr 1976.

1934 bis 1935 (Republik China 1912 bis 1949)

  • Die Kommunistischen Verbände ziehen sich mit ihren Sympathisanten durch den äußerst verlustreichen „Langen Marsch“ in sichere Gebiete in der Gegend von Yan´an zurück. Seitdem ist der „Lange Marsch“ ein Heldenepos der Kommunistischen Partei Chinas.

1934 (Republik China 1912 bis 1949)

  • Der Marionettenstaat Manzhuguo errichtet. Als Kaiser dieses neuen Staates wird der letzte Kaiser Chinas, Pu Yi, eingesetzt.

1931 (Republik China 1912 bis 1949)

  • Japanische Truppen dringen im Nordosten Chinas vor.
  • 1934 wird der Marionettenstaat Manzhuguo mit Pu Yi, dem letzten Kaiser Chinas, als Kaiser des neuen Staates, errichtet.

1921 (Republik China 1912 bis 1949)

  • Die Kommunistische Partei Chinas wird gegründet.

1919 (Republik China 1912 bis 1949)

  • Die „Bewegung des 4. Mai“ wird als intellektuelle und gesellschaftliche Erneuerungsbewegung ins Leben gerufen.

1912 (Republik China 1912 bis 1949)

  • Die Republik China wird ausgerufen.

1912 bis 1949

  • Republik China

1911 (Qing-Dynastie 1644 bis 1911)

  • Am 10. Oktober beginnt eine Revolte des Militärs gegen das Kaiserreich. Sie breitet sich schnell aus und führt im Februar 1912 zur Abdankung des letzten Kaisers.

1900 (Qing-Dynastie 1644 bis 1911)

  • Der „Boxeraufstand“ wird als eine fremdenfeindliche, nationalistische Bewegung durch ausländische Militärintervention niedergeschlagen. Im Ergebnis wird China zur Zahlung hoher Entschädigungen gezwungen.

1897 bis 1898 (Qing-Dynastie 1644 bis 1911)

  • Ausländische Mächte verschaffen sich unter der Ausnutzung der Schwäche Chinas weitere Vorrechte und Pachtgebiete. Beispielsweise pachtet Deutschland Qingdao (Tsingtao).

1894 bis 1895 (Qing-Dynastie 1644 bis 1911)

  • Chinesisch-Japanischer Krieg. China muss am Ende Taiwan an Japan abtreten.

1884 bis 1885 (Qing-Dynastie 1644 bis 1911)

  • Chinesisch-Französischer Krieg. In der Folge des Kriegs mit den Franzosen verliert China Vorrechte in Südostasien.

1850 bis 1864 (Qing-Dynastie 1644 bis 1911)

  • Der „Taiping-Aufstand“ mündet in dem größten Bürgerkrieg der Geschichte. Während des Bürgerkrieges wurden 17 Provinzen zerstört. 20 Millionen Menschen kamen ums Leben.

1839 bis 1842 (Qing-Dynastie 1644 bis 1911)

  • Der Opiumkrieg. In der Folge des Opiumkriegs muss China Hong Kong an Großbritannien abtreten und weiter zahlreich Häfen sowie Stadtteile ausländischen Mächten überlassen, die dort „Konzessionen“ eröffneten. Auf chinesischen Boden befinden sich nun ein Reihe von exterritorialen Gebieten.

1796 bis 1804

  • Aufstand der „Weißer Lotus“-Sekte

1644 bis 1911

  • Qing-Dynastie
  • Fremdherrschaft der Mandschu
  • Während der Qing-Dynastie erreicht das Kaiserreich seine größte Flächenausdehnung.
  • Ab 1800 begünstigen innere Schwächen das Vordringen ausländischer Mächte.
  • Opiumkriege

1368 bis 1644

  • Ming-Dynastie
  • Wiederherstellung der chinesischen Herrschaft

1279 bis 1368

  • Yuan-Dynastie
  • Kublai Khan als Gründer
  • Mongolische Fremdherrschaft
  • Europäer wie Marco Polo besuchen China

960 bis 1279

  • Song-Dynastie
  • Wiedervereinigung Chinas und kulturelle Blütezeit
  • 1127 bis 1179 Südliche Song
  • 960 bis 1127 Nördliche Song

907 bis 960

  • Zeit der fünf Dynastien
  • kurzzeitige Spaltung in ein Nord- und Südreich

618 bis 907

  • Tang-Dynastie
  • das „goldene Zeitalter der Künste“
  • reger Austausch von Kultur und Waren mit anderen Ländern

581 bis 618

  • Sui-Dynastie
  • Wiedervereinigung der Nord- und Südstaaten
  • Bau des Kaiserkanals und Wiederaufbau der Großen Mauer

420 bis 581

  • Die Nördlichen und die Südlichen Dynastien
  • Invasionen von Nomaden aus dem Norden und Gründung von fünf nördlichen Dynastien, welche von den Nomaden regiert werden.
  • Der Süden bleibt in chinesischer Hand.

317 bis 420

  • Östliche Jin-Dynastie

265 bis 316

  • Westliche Jin-Dynastie

220 bis 280

  • Zeit der Drei Reiche
    Als Folge des Zusammenbruchs der Han-Dynastie wird China in die drei Reiche Shu, Wei und Wu gespalten, welche alle drei um die Vorherrschaft kämpfen.

206 v. Chr. bis 220 n. Chr.

  • Han-Dynastie
  • 220 n. Chr. Der Konfuzianismus wird zur Staatsphilosophie
  • 25 – 220 n. Chr. Östliche Han
  • 206 v. Chr. – 24 n. Chr. Westliche Han

221 bis 207 v. Chr.

  • Qin-Dynastie (秦朝 Qín Cháo) – Beginn des Kaiserreiches
  • Vereinigung des Reiches durch den ersten Kaiser Qin Shihuangdi (259 v. Chr bis 210 v. Chr.)
  • Einführung strenger Gesetze und einheitlicher Gewichte, Maße und Schriftzeichen durch den ersten chinesischen Kaiser.
  • Beginn des Baus der Großen Mauer und der Hauptkanäle.

11. Jh. v. Chr. bis 221 v. Chr.

  • Zhou-Dynastie
  • 475 – 221 v. Chr. Zeit der „Streitenden Reiche“
  • 770 – 476 v. Chr. „Frühling und Herbst“-Periode
  • 770 – 221 v. Chr. Östliche Zhou
  • 11. Jh. v. Chr. – 771 v. Chr. Westliche Zhou

16. bis 11. Jh. v. Chr.

  • Shang-Dynastie
  • Bronzezeit

21. bis 16. Jh. v. Chr.

  • Xia-Dynastie
  • begründet durch den legendären Großen Yu