Qin-Dynastie – Beginn des Kaiserreiches

Mit der Gründung der Qin-Dynastie (秦朝 Qín Cháo)(211 v. Chr bis 207 v. Chr.) wurde ein neues chinesisches Zeitalter markiert. Die Staatenpluralität der Östlichen Zhou wurde durch ein zentralverwaltetes Kaiserreich, das mehr als zweitausend Jahre, von 221 v. Chr. bis 1911 Bestand hatte, abgelöst.

Erste kaiserliche Dynastie

Qin-Shihuangdi - Erster chinesischer Kaiser
Qin-Shihuangdi

Durch die Eroberung der sechs anderen Staaten durch das Land Qin entstand ein vereinigtes Kaiserreich unter dem ersten Kaiser Chinas Qin Shihuangdi, dem ehemaligen Qin-König Zheng. Das erste Mal war nun das gesamte von Chinesen besiedelte Gebiet unter einer Krone vereinigt. Hiermit wurde der Höhepunkt einer bereits mehrere Jahrhunderte währender Entwicklung gesetzt und eines der wichtigsten Ereignisse der chinesischen Geschichte gesetzt. Als eigentlicher Architekt dieses Reiches gilt Li Si, der Kanzler von Qin Shihuangdi.

In den weinigen Jahren, die die Qin-Dynastie währte, entstanden die Grundzüge des chinesischen Staatswesens mit der Schaffung eines Beamtenstaates, die kaiserliche Bürokratie zur systematischen Erfassung der Bevölkerung und Ländereien zu Zwecken der Besteuerung und die Große Mauer. Die heutige Einteilung in Provinzen und Landkreisen ähnelt noch heute den damaligen Präfekturen. Die Verwendung von Maßen, Schrift und Währung wurden für das ganze Reich vereinheitlicht. Noch heute ähnelt die Einteilung in Provinzen und Landkreise den damaligen Präfekturen. Nicht zuletzt soll sich der Name China aus dem Wort Qin ableiten.

Ende der Qin-Dynastie

Der Tod des ersten Kaisers Qin Shihuangdi im Jahr 210 v. Chr. markiert auch den Beginn des Untergangs der nur kurze Zeit währenden Qin-Dynastie. Das Land viel trotz der militärischen Stärke Bürgerkriegen zum Opfer in deren Folge die Han-Dynastie durch Liu Bang begründet wurde.

Die Qin-Dynastie ging als eine barbarische und militaristische Zeit in die Geschichte Chinas ein und galt im Westen lange Zeit als das typische Beispiel von Totalitarismus. In den vergangen Jahrzehnten wurde durch die Auswertung archäologischer Funde jedoch ein etwas ausgewogeneres Bild dieses bedeutenden Zeitabschnitts gezeichnet.

Neben der Großen Mauer ist auch die weltbekannte Terrakotta-Armee stiller Zeuge der damaligen Zeit.