Die Entstehung der „Großen Chinesischen Mauer“

Die „Große Chinesische Mauer“ wurde in nur sieben Jahren zum Schutz vor Übergriffen der nördlichen Nomadenvölker errichtet. Sie ist cirka acht Meter hoch und fünf bis sechs Meter breit. Der erste Kaiser Qin Shi Huangdi (reg. 221-210 v. Chr.) gab 214 v. Chr. den Auftrag zum Mauerbau. Bereits bestehende Schutzwälle wurden von hunderttausenden Bauern in nur sieben Jahren zu einem fortlaufenden Festungswerk verbunden. Während der Ming-Dynastie (1368 bis 1644) wurde der Verteidigungswall weiter ausgebaut.

Türme dienten als Stützpunkte, Munitionslager und Mannschaftsquartiere. Von ihnen aus wurden mit Hilfe von Feuer- und Rauchzeichen sowie mit akustischen Signalen Nachrichten über weite Entfernungen übermittelt.

In der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr. ) entstand eine cirka 10 000 Kilometer lange Mauer, welche später jedoch wieder zerfiel. Während der Ming-Dynastie (1368-1644) wurden auf einer Gesamtlänge von cirka 7000 Kilometern alte Anlagen erneuert und neue Abschnitte gebaut. Die heute sichtbare Mauer ist mit ihren Verzweigungen und Teilstücken ungefähr 6000 Kilometer lang.

Für den Bau der Mauer war es notwendig Hunderttausende Bauern, die von einem riesigen Heer von Soldatenbewacht wurden, in unwirtlichen Norden des Landes zu bringen. Auch verurteilte Verbrecher wurden für die Bauarbeiten eingesetzt. Um die Mauer in nur sieben Jahren fertigzustellen war eine ungeheuere Leistung notwendig um die Bauarbeiten zu organisieren, sowie den Nachschub und die Verpflegung für eine halbe Million Menschen herbeizuschaffen.

Die Bauarbeiten selbst erfolgten unter unsäglichen Bedingungen bei denen vermutlich eine Million Menschen ums Leben kamen. Die Geschichte der treuen Ehefrau Meng Jiangnü aus der Provinz Hebei zeugt noch heute von den damaligen Verhältnissen.

Die Geschichte der treuen Ehefrau Meng Jiangnü

„Drei Tage nach ihrer Hochzeit musste ihr Ehemann zwangsweise zum Bau der „Großen Mauer“. Nach einiger Zeit macht sich Meng Jiangnü Sorgen über ihren Ehemann und reiste zur Baustellen. Dort erfuhr sie, dass ihr mann als Menschenopfer auf Befehl des Kaisers eingemauert wurde. Meng Jiangnü beklagte den Tod ihres Mannes so laut, dass die Mauer an dieser Stelle zusammenbrach und die Leiche wieder freigab. Von dieser Begebenheit erfuhr auch der Kaiser, der Meng Jiannü zu sich bringen ließ. Von Ihrer Schönheit überwältigt, wollte er sie heiraten. Da keine Frau den Antrag des Kaisers ablehnen durfte, stellte Meng Jiangnü die Bedingung einen hohen Altar am Meer für ihren toten Mann errichten zu lassen. Der Kaiser erklärte sich einverstanden. Während der begräbnisfeier kletterte Meng Jiangnü auf den Altar, warf dem Kaiser ohne Schonung seine Herzlosigkeit für und stürzte sich mit ihrem toten Mann in den Armen ins Meer.“

Trotz der gewaltigen Ausmaße der Mauer war sie nicht effektiv genug, um alle Angriffe abzuwehren. Im 13. Jahrhundert wurde sie von den Mongolen und im 17. Jahrhundert von den Mandschuren durchbrochen. Bis heute wurden nur einige wenige Abschnitte der Mauer restauriert.

Tipp:

  • festes Schuhwerk tragen;
  • sowohl Regen- als auch Sonnenschutz mit nehmen;
  • ausreichend Trinkwasser mitnehmen, es wird dort sehr teuer verkauft.