Ji Li – 蒺藜 – Tribuli fructus

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Ji Li (Tribuli fructus) in erster Linie als ein absenkendes und den Funktionskreis Leber befreiendes Arzneimittel verwendet. Die Früchte des Burzeldorns können auch bei einer pollenbedingten Allergie hilfreich sein.

Pinyin:
Jí Lí

Synonyme:
Tribuli puncturevine fructus;
白蒺藜, Bai Ji Li

Familie:
Zygophyllaceae (Jochblattgewächse)

Stammpflanze:
Tribulus terrestris L.

Deutscher Name:
Burzeldornfrucht

Englischer Name:
Puncturevine Caltrop Fruit

Vorkommen:
Ji Li (Tribuli fructus) ist hauptsächlich in den chinesischen Provinzen Henan, Hebei und Shandong zu finden.

Sammlung, Aufbereitung, Lagerung:
Die reifen Burzeldornfrüchte werden im Herbst gesammelt.

Tatsächlicher Geruch und Geschmack:
Die Burzeldornfrüchte haben keinen schlechten Geruch und einen bitter, scharfen Geschmack.

Temperaturverhalten:
neutral mit warmer Tendenz

Geschmack:
bitter, scharf

Funktionskreisbezug:
Leber, Lunge

Wirkrichtung:
absenkend

Wirkort:
Kopf und Augen, Haut

Traditionelle Verwendung:

  • Absenkung des Yang;
    Anwendung bei Schwindel, unscharfem Sehen, Kopfschmerzen;
  • Ausleitung von Wind;
    Anwendung  bei Juckreiz, tränenden Augen, Windpocken, pollenbedingte allergische Rhinitis (Heuschnupfen oder Pollinose) ;
  • Beruhigung und Ausgleichen;
    Anwendung bei Spannungsgefühl an den Rippenbögen, stockendem Milchfluss;
  • Klären von Augen und Kopf;
    Anwendung bei geröteten, tränenden, geschwollenen, schmerzhaften Augen;
  • Ausleitung von Hitze bei Wind;
    Anwendung bei Kopfschmerzen, Schwindel, geröteten, geschwollenen, schmerzhaften Augen;
  • Beseitigung von Schmerzen;
    Anwendung bei Spannungsgefühl an den Rippenbögen, ziehenden Schmerzen, schmerzende Brustdrüsen, stockendem Milchfluss

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
6 g bis 12 g; Standard 10 g

Kochzeit:
10 Minuten

Kombination mit anderen Arzneien der TCM:

  • bei hochschlagendem Leber-Yang mit einhergehenden Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel
    zusammen mit Gou Teng (Uncariae ramulus), Niu Xi (Achyranthis bidentatae radix);
  • bei hochschlagendem Leber-Yang mit Schwindel und verschwommener Sicht
    zusammen mit Ju Hua (Chrysanthemi flos), Bai Shao Yao (Paeoniae lactiflorae radix alba), Lu Dou Yi (Glycinis testa);
  • bei Stagnation des Leber-Qi in Zusammenhang mit Schmerzen und Schwellungen im Brust- und Flankenbereich, Störungen des Milchflusses (Laktation)
    zusammen mit Qing Pi (Citri reticulatae viride pericarpium), Xiang Fu (Cyperi rhizoma);
  • bei Hitze-Wind in Verbindung mit juckender Haut
    zusammen mit Chan Tui (Cicadae periostracum), Fang Feng (Ledebouriellae seu Saposhnikoviae radix), Jing Jie (Schizonepetae herba);
  • bei Hitze-Wind im Lebermeridian in Verbindung mit schmerzenden, geröteten, geschwollenen Augen
    zusammen mit Jue Ming Zi (Cassiae semen), Ju Hua (Chrysanthemi flos), Man Jing Zi (Viticis fructus), Qing Xian Zi (Celosiae semen).

Verträglichkeit mit anderen chinesischen Arzneien:

  • Die Wirksamkeit wird gefördert durch Fu Zi (Aconiti radix lateralis praeparata).

Schwangerschaft:
Ji Li (Tribuli fructus) darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden!

Warnhinweis:

  • Nicht anwenden bei Schwäche des Qi oder des Xue!
  • Nicht anwenden während der Schwangerschaft!