Chi Shao – 赤芍 – Paeoniae lactiflorae rubra

Shao Yao (Paeoniae lactiflorae) bezeichnet die Weiße und die Rote Pfingstrose, welche zwei Varianten der gleichen Spezies darstellen. Die chinesischen Namen beziehen sich nicht auf die Farbe der Blüten, sondern auf die Farbe der Wurzeln. Die Wurzeln von Chi Shao Yao (Paeoniae lactiflorae rubra) besitzt eine dunklere Farbe und werden von den wilden Pflanzen gewonnen. Bai Shao Yao (Paeoniae lactiflorae alba) stammt von kultivierten Pflanzen weist eine hellere Farbe auf und ist geschält. Beide Varianten werden traditionel seit cirka 500 v. Chr. in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verwendet.

Die Gattung Paeonia umfasst insgesamt 33 Arten von denen die meisten Stauden sind. Einige gehören auch zu den verholzenden Arten. Pfingstrosen, die man als Zierpflanzen findet, sind fast immer Hybridsorten. Der Verbreitungsschweerpunkt der Pfingstrose ist Südeuropa und Ostasien.

Familie:
Paeoniaceae (Pfingstrosengewächse)

Botanischer Name:
Paeonia anomala subsp. veitchii (Lynch) D. Y. Hong & K. Y. Pan
syn.: Paeonia veitchii Lynch

Deutscher Name:
(ungeschälte) Rote Pfingstrosenwurzel

Englischer Name:
Red Peony Root

Verwendeter Pflanzenteil:
Wurzel

Vorkommen:
Chi Shao wird vor allem in den Provinzen Sichuan, Innere Mongolei und in Nordostchina produziert.

Sammlung, Aufbereitung und Lagerung:
Im Frühling oder im Herbst werden die Wurzeln der Roten Pfingstrose ausgegraben, gereinigt und an der Sonne getrocknet. Die getrockneten Wurzeln sind gut belüftet und trocken zu lagern.

Temperaturverhalten:
leicht kühl

Geschmack:
sauer, bitter

Funktionskreisbezug:
Leber, Milz

Wirkungsweise:

  • entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend, blutdrucksenkend, gerinnungshemmend, harntreibend
  • senkt den Cholesterin- und den Blutzuckerspiegel

Traditionelle Verwendung

  • kräftigt das Blut und vertreibt Stockungen;
  • leitet Hitze ab und wird oft bei „unreiner Haut“ angewendet. Weiterhin bei infektiöse Krankheiten mit Exanthemen, bei Blutungen aus Mund und Nase, bei gynäkologischen Blutungen, sowie bei entzündete Augen, Hautgeschwüren und Furunkeln;
  • kühlt das Blut und wird oft bei „unreiner Haut“ angewendet. Weiterhin gegen Hautgeschwüre, Blutungen aus Mund und Nase, blutigen Auswurf und Gynäkologische Blutungen;
  • bewegt das Blut, löst Xue Stasen, wirkt schmerzstillend bei Rötungen und Schwellungen der Augen, bei Schmerzen in den Rippenbögen, bei Dysmenorrhöe, bei Amenorrhöe, bei schmerzhafte Menstruation, bei Unterleibsschmerzen, sowie bei Sturz- und Schlagverletzungen, Furunkel im Frühstadium und Abszessen;
  • leitet Leber-Feuer ab und leitet Glut aus. Weiterhin bei Blutungsneigung, fiebrigen Erkrankungen und Hohem Fieber.

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin

  • 3 bis 15g

Kombination mit anderen Kräutern

  • mit Xiang Fu und Chuan Xiong bei Regelschmerzen mit Blutstockung

Verträglichkeit:
Chi Shao (Paeoniae lactiflorae rubra) darf nicht mit Veratri nigri radix kombiniert werden.

Warnhinweis

  • Wenn nichts auf eine Blutstockung hinweist sollte Chi Shao Yao nicht angewendet werden.

Forschungsergebnisse:
Chi Shao wirkt Strychnin verursachten Krämpfen entgegen und senkt den Blutdruck.