Dong Chong Xia Cao – 冬蟲夏草 – Cordyceps sinensis

Der Chinesische Raupenpilz Dong Chong Xia Cao (Cordyceps sinensis) auch Tibetischer Raupenpilz oder Tibetischer Raupenkeulenpilz genannt, ist ein Schlauchpilz, der als Parasit aus dem Kopf bestimmter Raupen wächst. Die früher, traditionell in China verwendete Arznei enthielt neben dem Pilz auch die tote Larve des Wirtstieres. Heute wird bei der Züchtung der Pilze jedoch meist darauf verzichtet.

Dong Chong Xia Cao (Cordyceps sinensis) ist mindestens seit dem 15. Jahrhundert durch den tibetischen Arzt, der diesen Pilz in seinem Werk „Man ngag bye ba ring bsrel“ beschrieb, unter dem Namen Jartsa Gunbu(Sommergras-Winterwurm) bekannt. Der chinesische Name ist eine wörtliche Übersetzung des tibetischen Namens in umgekehrter Reihenfolge – Dongchong Xiacao (Winterwurm-Sommergras).

Den Artnamen sinensis erhielt der tibetische Raupenkeulenpilz von von dem englischen Geistlichen und Botaniker Miles Joseph Berkeley, weil der Pilz von Europäern zunächst auf chinesischen Märkten gefunden wurde.

In der Traditionellenn Chinesischen Medizin wurde Dong Chong Xia Cao (Cordyceps sinensis) erstmals im Wang Ang (1694) erwähnt und war im alten China ausschließlich dem Kaiser und seiner Gefolgschaft vorbehalten und war zusammen mit Bratente als therapeutisches Essen.

Dong Chong Xia Cao (Cordyceps sinensis) tötet und mumifiziert die Raupen der Gattung Thitarodes (Schmetterlingsfamilie der Wurzelbohrer) und wächst unterirdisch aus deren Kopf.

Die ausschließlich im tibetischen Hochland (Autonomes Gebiet Tibet, Qinghai und Teile von Sichuan, Yunnan und Gansu) in einer Höhe von 3000 m bis 5000 m anzutreffenden Pilze werden jedes Jahr zu Hunderten von Millionen Exemplaren gesammelt und ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der tibetischen Bauern und Hirten.

Die Chinesen schätzen Dong Chong Xia Cao (Cordyceps sinensis) traditionell als Tonikum, heutzutage jedoch wegen des hohen Wertes der Pilze auch als Statussymbol. Da die Nachfrage sehr hoch ist, werden auch hohe Preise bezahlt. Allein zwei mit dem Pilz bewachsene Larven bringen das gleiche Geld wie ein Tag harter Arbeit im chinesischen Straßenbau ein. Die tägliche eines Sammlers liegt durchschnittlich bei 5 bis zehn Pilzen täglich.

Für den westlichen Markt wird Dong Chong Xia Cao (Cordyceps sinensis) unter biotechnologischen Bedingungen gezüchtet und als Pulver oder in Kaplselform angeboten.

Familie:
Ophiocordycipitaceae

Deutscher Name:
Chinesischer Raupenpilz, Tibetischer Raupenpilz, Tibetischer Raupenkeulenpilz

Englischer Name:
Caterpillar Fungus

Synnyme:
Ophiocordyceps sinensis, Awetoor, Yarchagumbac, Yartsa gunbu, Sommergras Winterraupen, „Viagra aus dem Himalaya“

Vorkommen:
Dong Chong Xia Cao (Cordyceps sinensis) ist ausschließlich im tibetischen Hochland (Autonomes Gebiet Tibet, Qinghai und Teile von Sichuan, Yunnan und Gansu) auf einer Höhe von 3000 m bis 5000 m anzutreffen.

Temperaturverhalten:
warm

Geschmack:
süß

Funktionskreisbezug:
Lunge, Nieren

Wirkungsweise:
antibakteriell, antiasthmatisch, beruhigend, krebsabwehrend, die Nebennieren anregend.

Traditionelle Verwendung:

  • Nährt die Lunge und stäkrt die Essenz Jing;
  • ernährt das Lungen-Yin und vertreibt Husten.

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
6g bis 9g

Kombination mit anderen Arzneien der TCM:

  • bei Entkräftung, geschwächtem Wei Qi und als Stärkungsmittel gekocht oft zusammen mit Ente, Huhn oder Schweinefleisch;
  • bei Impotenz und Rückenschmerzen in Verbindung mit mangeldem Nieren-Yang zusammen mit
    Du Zhong (Eucommiae cortex) und Yin Yang Huo (Epimedii herba);
  • bei Husten und Asthme zusammen mit Ku Xing Ren (Armeniacae amarum semen).

Warnhinweis:

  • Nicht anwenden bei äußeren und oberflächlichen Syndromen!