Huang Qi – 黄芪 – Astragali radix

Bei Shen Nong ist Huang Qi (Astragali radix) als eines der überlegenen Kräuter und als geeignet bei Schmerzen, Eiter, Hämorrhoiden und „hunderten von Kinderleiden“ beschrieben. Huang Qi (Astragali radixs) wird traditionell vor allem jüngeren Patienten verordnet. Auch bei Mangelsyndromen der Milz wird dieses Qi-Tonikum häufig eingesetzt. In ihrem Text „Vergleiche und Charakteristiken Chinesischer Kräuter“(Yang 2002) platziert Yang Yifan diese Arznei direkt unter Ren Shen (Panacis ginseng radix), aber leicht über Dang Shen(Codonopsis radix) in Bezug auf seine Stärke als Qi-Tonikum. Trotzdem ist Huang Qi (Astragali radixs)zu den sehr mild wirkenden Kräutern der Traditionellen Chinesischen Medizin. In neueren Studien wurde die Bedeutung als Mittel zur Stärkung des Immunsystems untermauert.

Familie:
Fabaceae (Schmetterlingsblütler)

Stammpflanze:
Astragalus membranaceus (Fisch.) Bunge

Deutscher Name:
Mongolische Tragantwurzel

Englischer Name:
Milkvetch Root

Vorkommen:
In den chinesischen Provinzen Heilongjiang, Shanxi, Jilin Gansu, Innere Mongolia Autonomous Region, Shaanxi, Hebei

Temperaturverhalten:
warm

Geschmack:
süß

Funktionskreisbezug:
Lunge, Milz

Wirkrichtung:
emporhebend

Wirkort:
Mitte, Mittleres Calorium, Lunge

Wirkungsweise:
krampflösend, harntreibend, galletreibend, antibakteriell, nervenanregend, stimuliert das Immunsystem, senkt den Blutzuckerspiegel und den Blutdruck

Traditionelle Verwendung:

  • ergänzt das Qi und stärkt das Blut;
    Anwendung bei Müdigkeit, Lustlosigkeit, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Diarrhöe, lang anhaltenden Duchrchfall, flüssigen Stuhl
  • hebt das Yang empor;
    Anwendung bei Gebärmuttervorfall, Magenvorfall, Analvorfall, übermäßige Blutungen im gynäkologischen Bereich, blutigen Stuhl;
  • stabilisiert Wei Qi und hemmt die Schweißbildung;
    Anwendung bei Erkältungsneigung, Kurzatmigkeit, Durst, Aufgedunsenheit und Schweißausbrüchen, spontaner Schweiss bei Qi-Mangel;
  • leitet Gifte aus und beschleunigt die Wundheilung;
    Anwendung bei Geschwüren, Eröffnung von unreifen Geschwüren, chronische Erkrankungen der Niere, Diabetes mellitus;
  • reguliert den Wasserhaushalt, wirkt harntreibend und beseitigt Ödeme;
    Anwendung bei Bauchwassersucht, Neigung zu Ödemen, Aufgedunsenheit des Gesichts, der Arme und der Beine.

Präparierte Form:
Die mit Honiglösung versetzte Wurzel, Mi Huang Qi wirkt direkter auf die Mitte, deren Qi-Kräfte sie stützt.

Ergebnisse aus der Forschung:
Huang Qi (Astragali radix) stärkt das Immunsystem.

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
9g bis 15g

Kombination mit anderen Arzneien der TCM:

  • bei Appetitlosigkeit, Schwäche und Ermüdung mit Qi-Mangel mit
    Ren Shen (Panacis ginseng radix);
  • bei Schwäche mit mangleden Milz-Qi, lockeren Stühlen mit
    Bai Zhu (Atractylodes macrocephala rhizoma);
  • bei Blutmangelsyndromen, Qi-Schwäche und Xue-Schwäche mit starken Blutungen, Müdigkeit, Durst, Reizbarkeit, schlecht heilenden Wunden, Taubheitsgefühl, Parästhesien mit
    Dang Gui (Angelica sinesnsis radix);
  • bei kollabiertem Milz-Qi mit Analvorfall, Gebärmuttervorfall, starken Uterusblutungen mit
    Chai Hu (Bupleuri radix) und Sheng Ma (Cimicifugae rhizoma);
  • bei schmerzhaften Blockaden sowie zur Stärkung des Nahrungs-Qi und von Wei Qi mit
    Gui Zhi (Cinnamomi ramulus);
  • bei Swäche von Wei Qi mit spontanem Schweiss mit
    Bai Zhu (Atractylodes macrocephala rhizoma) und Fang Feng.

Verträglichkeit:

  • Die Wirksamkeit wird gefördert durch Fu Ling (Poriae sclerotium cocos albae).
  • Die Wirksamkeit wird gestört durch Bai Xian Pi (Dictamni cortex)!

Schwangerschaft:
Die Anwendung während der Schwangerschaft ist unproblematisch.

Klassische Rezepturen:
BU ZHONG YI QI TANG

Warnhinweis:

  • Bei Übermaßsyndromen oder Yin-Mangel meiden!
  • Nicht anwenden bei Yin Mangel, Hitze, voller Hitze von aussen, Zeichen von Glut Zeichen, Feuchte-Hitze!