Wu Jia Pi – Acanthopanacis cortex radix

Wu Jia Pi – 五加皮 – Acanthopanacis cortex radix

In China wird die Wurzelrinde des Sibirischen Ginseng, Wu Jia Pi – (Acanthopanacis cortex radix), bereits seit mehr als 2000 Jahren als Arzneimittel verwendet. Shen Nong beschrieb sie als Arznei gegen Bauchschmerzen, Qi-Schwäche und empfahl sie zur Wundheilung. Der Westen wurde in den 1950 Jahren auf den Sibirischen Ginseng aufmerksam, als er von vielen sowjetischen Sportlern zur Leistungsteigerung und zur Verbesserung der Ausdauer benutzt wurde. Während man in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ausschließlich die Wurzelrinde verwendet, nutzt man im Westen die gesamte Wurzel als Mittel zur Stärkung und zur Stressbekämpfung.

Familie:
Araliaceae (Araliengewächse)

Stammpflanze:
Eleutherococcus senticosus
Synonyme: Hedera senticosa Rupr. & Maxim. (basionym), Acanthopanax senticosus

Deutscher Name:
Stachelpanaxwurzelrinde,
Sibirischer Ginseng, Taigawurzel, Teufelsbusch, Stachelpanax, Eleutherokokk

Vorkommen:
Die Borstige Taigawurzel, auch Sibirischer Ginseng genannt, ist in Sibirien, im Amurgebiet, auf der Insel Sachalin, in Japan (auf der Insel Hokkaidō), Nordkorea, im nordöstlichen China (in den Provinzen: Hebei, Shanxi, sowie in der Mandschurei, das sind die Provinzen Heilongjiang, Jilin und Liaoning) beheimatet.

Temperaturverhalten:
warm

Geschmack:
scharf, bitter

Funktionskreisbezug:
Leber, Niere

Wirkungsweise:
anregend, kräftigend, antiviral, immunstimulierend, den Blutzuckerspiegel senkend, Stress bekämpfend

Traditionelle Verwendung:

  • Vertreibung von Wind-Feuchtigkeit;
  • Kräftigung der Knochen und Sehnen;
  • Umwandlung von Feuchte und Reduzierung von Schwellungen.

Typische Dosierung in der Traditionellen Chinesischen Medizin:
9g bis 15g

Kombination mit anderen Arzneien der TCM:

  • bei Muskelschmerzen und Krämpfen in Verbindung mit Wind-Feuchte zusammen mit
    Wei Ling Xian (Clematidis radix) und Qin Jiao (Gentianae macrophyllae radix);
  • als harntreibendes Mittel zusammen mit Chen Pi (Citri reticulatae pericarpium), Fu Ling (Poriae sclerotium cocos albae) und Ingwerschale im Wu Pi San.

Klassische Rezepturen:
Wu Pi San

Warnhinweis:

  • Nicht anwenden bei Yin-Mangel mit Anzeichen von Hitze!